Aktualisiert 28.11.2004 20:45

Manager: Insiderhandel nach einer E-Mail-Panne

Die Versuchung war zu gross: Im Januar 2003 erhielten alle Mitarbeiter des Beratungsunternehmens Ernst&Young irrtümlicherweise ein E-Mail mit vertraulichen Informationen über den bevorstehenden Börsenrückzug des Liechtensteiner Bauunternehmens Hilti.

Unter den Adressaten war auch der damalige Ernst-&-Young-Chef Marcel Maglock, der sich am Donnerstag wegen Verdacht auf Insiderhandel vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten muss.

Gemäss «SonntagsZeitung» hat Maglock laut Anklageschrift seinen Vermögensverwalter angewiesen, sofort Hilti-Partizipationsscheine zusammenzukaufen. Nach Veröffentlichung des Rückkaufangebots von Hilti habe er diese mit rund 11000 Franken Gewinn wieder abgestossen.

Nachdem der Vorfall publik geworden war, musste Maglock bei Ernst&Young umgehend den Hut nehmen.

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