Managerkurs für den Umgang mit den 36 Chinesen-Tricks

Aktualisiert

Managerkurs für den Umgang mit den 36 Chinesen-Tricks

Wenn chinesische Geschäftsleute zur List des «leidenden Fleisches» oder der «leeren Stadt» ansetzen, sollten Schweizer dies erkennen können. Ein spezieller Kurs hilft nun dabei.

«In China kann man gute Geschäfte machen, aber nur wenn man die dortigen Verhaltensregeln kennt», sagt Thomas Federer, Leiter des Projekts China-Crash-Kurs für Manager der International Business School ZfU. Von chinesischen Geschäftleuten werde man nur dann nicht übers Ohr gehauen, wenn man die 36 in China üblichen Geschäftsregeln kenne – die so genannten Strategeme.

Mit den Augen eines Schweizers betrachtet sind diese Regeln nichts anders als eine Anleitung, wie man seinen Geschäftspartner übertölpeln kann. So rät etwa das Strategem des «leidenden Fleisches», sich selbst zu verletzen um Mitleid zu erregen. Beim Trick der «leeren Stadt» soll man einen Hinterhalt antäuschen, um eigene Schwächen zu kaschieren.

Ebenfalls entscheidend für erfolgreiches Geschäften in China ist Guanxi, hierzulande auch Vitamin B genannt. «Ohne Beziehungen läuft nichts», so Federer, «wir würden das hierzulande als Filz bezeichnen.» Auch die soziale Ebene sei sehr wichtig: Bevor man übers Geschäft spricht, muss man in die Beziehung investieren – und das kann weit gehen. Federer relativiert aber: «Wenn Geschäftsleute in zwielichtige Bars wollen, braucht man aber nicht darauf einzugehen.»

(mhb)

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