Autor Thomas Meyer: «Manchmal ist eine Trennung die einzig richtige Lösung»

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Autor Thomas Meyer«Manchmal ist eine Trennung die einzig richtige Lösung»

Der Zürcher Schriftsteller Thomas Meyer bietet Trennungsberatungen an. «Ich verstehe alle, die Mühe damit haben, Schluss zu machen», sagt Meyer.

von
Daniel Krähenbühl
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Schlussmachen sei nie schön und brauche Mut, sagt Erfolgsautor Thomas Meyer. Seit einigen Monaten bietet er Trennungsberatungen an. 

Schlussmachen sei nie schön und brauche Mut, sagt Erfolgsautor Thomas Meyer. Seit einigen Monaten bietet er Trennungsberatungen an. 

20min/Ela Çelik
In den Sprechstunden in seinem Praxisraum in Zürich, einem Lokal oder Restaurant in der Stadt oder per Telefon oder Videochat könne er auf seine eigenen Erfahrungen und eine Coaching-Ausbildung zurückgreifen, sagt Meyer. «Im Gegensatz zur klassischen Paartherapie, in welcher versucht wird, eine Beziehung zu erhalten und zu verbessern, bin ich der Meinung, dass es besser ist, unter eine Beziehung ohne Zukunft einen Schlussstrich zu ziehen», so Meyer. «Manchmal ist eine Trennung die einzig richtige Lösung.»

In den Sprechstunden in seinem Praxisraum in Zürich, einem Lokal oder Restaurant in der Stadt oder per Telefon oder Videochat könne er auf seine eigenen Erfahrungen und eine Coaching-Ausbildung zurückgreifen, sagt Meyer. «Im Gegensatz zur klassischen Paartherapie, in welcher versucht wird, eine Beziehung zu erhalten und zu verbessern, bin ich der Meinung, dass es besser ist, unter eine Beziehung ohne Zukunft einen Schlussstrich zu ziehen», so Meyer. «Manchmal ist eine Trennung die einzig richtige Lösung.»

20min/Ela Çelik
«Im Gegensatz zur klassischen Paartherapie, in welcher versucht wird, eine Beziehung zu erhalten und zu verbessern, bin ich der Meinung, dass es besser ist, unter eine Beziehung ohne Zukunft einen Schlussstrich zu ziehen», so Meyer. 

«Im Gegensatz zur klassischen Paartherapie, in welcher versucht wird, eine Beziehung zu erhalten und zu verbessern, bin ich der Meinung, dass es besser ist, unter eine Beziehung ohne Zukunft einen Schlussstrich zu ziehen», so Meyer. 

20min/Ela Çelik

Darum gehts 

«Dauerstress in der Beziehung? Trenn Dich!»: Auf diversen Plakaten wird derzeit in Zürich mit einem ungewohnt direkten Aufruf für eine Trennungsberatung geworben. Hinter der Aktion steckt der Zürcher Schriftsteller Thomas Meyer, Autor von Büchern wie «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» oder dem Essay «Trennt Euch!». Wie Meyer sagt, sei er nach Erscheinen des Essays «über das wohlverdiente Ende inkompatibler Beziehungen» wiederholt von Menschen kontaktiert worden, die sich fragten, ob sie ihre Beziehung beenden sollten.

«Zunächst beriet ich betroffene Personen per Mail, schliesslich musste ich aber feststellen, dass ich der Komplexität des Themas so nicht gerecht werde», sagt Meyer. «Vor einigen Monaten fiel daher der Entschluss, mich seriös der Beratungstätigkeit zu widmen. Das Bedürfnis für eine Trennungsberatung ist definitiv da.»

In den Sprechstunden in seinem Praxisraum in Zürich, einem Lokal oder Restaurant in der Stadt oder per Telefon oder Videochat könne er auf seine eigenen Erfahrungen und eine Coaching-Ausbildung zurückgreifen. «Im Gegensatz zur klassischen Paartherapie, in welcher versucht wird, eine Beziehung zu erhalten und zu verbessern, bin ich der Meinung, dass es besser ist, unter eine Beziehung ohne Zukunft einen Schlussstrich zu ziehen», so Meyer. «Manchmal ist eine Trennung die einzig richtige Lösung.»

Trennung als «totaler Mindfuck»

In den Beratungen werde oft die Frage gestellt, wann es sich nicht mehr lohne, um eine Beziehung zu kämpfen, und wann der Zeitpunkt komme, seine Bemühungen einzustellen. «Viele Menschen geraten dabei in ein Dilemma», sagt Meyer. «Sie mögen die Partnerin oder den Partner immer noch sehr, wollen, dass es klappt – müssen aber einsehen, dass es einfach nicht passt.»

Andere Personen wollten sich trennen, wüssten aber nicht genau, wie vorzugehen sei. «So plant etwa eine Klientin bereits seit zwei Jahren, sich von ihrem Mann zu trennen.» Er verstehe alle, die Mühe damit hätten, eine Beziehung zu beenden, so Meyer. Das sei der «totale Mindfuck» und mache Angst.

Schlussmachen sei schliesslich nie schön und brauche Mut – zudem herrsche immer noch ein grosses Stigma vor. So werde eine Trennung von Betroffenen und vom Umfeld meist als Scheitern oder Versagen wahrgenommen, so Meyer. «Dabei ist es keine Untat, auf seine Gefühle zu hören und sich einzugestehen, dass die Beziehung nicht funktioniert. Dafür muss man sich nicht schämen.» Im Gegenteil: «Trennungen gehören zum Leben, ein Abschied und ein Neuanfang sind manchmal das Beste, das man tun kann.» 

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