Premier League: ManCity holt Titel in extremis
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Premier LeagueManCity holt Titel in extremis

Der englische Fussballmeister heisst Manchester City. Das Team von Roberto Mancini drehte die Partie gegen die Queens Park Rangers in der Schlussphase und holt den ersten Meistertitel seit 44 Jahren.

von
heg

Manchester City ist zum ersten Mal seit 44 Jahren wieder englischer Meister. Die höchste englische Liga wurde erstmals seit 1989 (Arsenal vs. Liverpool) wieder aufgrund des Torverhältnisses entschieden.

Das als Leader in die «Finalissima» gestartete Manchester City (+64) drehte gegen die Queens Park Rangers einen 1:2-Rückstand in der Nachspielzeit noch auf spektakuläre Weise. Edin Dzeko und Sergio «Kun» Agüero erzielten die Tore, die der City den dritten Titel der Vereinsgeschichte eintrugen. Der punktgleiche Titelverteidiger United (Tordifferenz +56) setzte sich in Sunderland dank des 27. Saisontreffers von Wayne Rooney 1:0 durch und musste aus der Ferne tatenlos zuschauen, wie der Lokalrivale aus dem Osten Manchesters feiern durfte.

Queens Barton dreht völlig durch

Manchester City kam die unglaubliche Dummheit von QPR-Captain Joey Barton zupass. Der als Hitzkopf bekannte Mittelfeldspieler erwies seinem abstiegsbedrohten Team mit der Tätlichkeit (55.) einen Bärendienst. Nach der roten Karte verlor Barton die Fassung komplett, eine zweite Unsportlichkeit (Kniestoss gegen Agüero) und eine versuchte (Kopfstoss) dürften dem Rüpel diverse Spielsperren eintragen. Für den Aufsteiger aus London hatten die beiden Gegentore in der Schlussphase keine Konsequenzen. Weil Bolton in Stoke nur 2:2 spielte, endete die Premier-League-Zugehörigkeit der Wanderers nach elf Jahren mit dem Abstieg in die Championship.

Auch Arsenal in der Königsklasse

Den dritten Fixplatz in der Champions League sicherte sich Arsenal. Die «Gunners» gewannen auswärts gegen die West Bromwich Albion dank dreifach gütiger Mithilfe des gegnerischen Goalies Marton Fulop 3:2. In der Endabrechnung hielt Arsenal Tottenham (2:0 gegen Fulham) um einen Punkt auf Distanz. Nun haben die «Spurs» doppelten Grund, im Final der Champions League Bayern München die Daumen zu drücken. Schlagen die Deutschen Chelsea, so darf Tottenham in der Qualifikation zur Königsklasse teilnehmen. Gewinnt der Lokalrivale hingegen, so hat er als Holder auf Kosten des Vierten der Premier League seinen Startplatz (in der Gruppenphase) auf sicher.

Premier League, 38. Runde

Manchester City - Queens Park 3:2 (1:0).

Tore: 39. Zabaleta 1:0. 48. Cissé 1:1. 66. Mackie 1:2. 92. Dzeko 2:2. 94. Agüero 3:2.

Bemerkung: 55. Rote Karte gegen Barton (QPR/Tätlichkeit).

Sunderland - Manchester United 0:1 (0:1).

46'452 Zuschauer.

Tor: 20. Rooney 0:1.

Chelsea - Blackburn 2:1 (2:0).

40'742 Zuschauer.

Tore: 31. Terry 1:0. 34. Meireles 2:0. 60. Yakubu 2:1.

Everton - Newcastle 3:1 (2:0).

39'517 Zuschauer.

Tore: 16. Pienaar 1:0. 27. Jelavic 2:0. 65. Heitinga 3:0. 73. Hibbert (Eigentor) 3:1.

Norwich - Aston Villa 2:0 (2:0).

26'803 Zuschauer.

Tore: 8. Holt 1:0. 21. Jackson 2:0.

Stoke - Bolton 2:2 (1:2).

Tore: 13. Walters 1:0. 39. Davies 1:1. 45. Davies 1:2. 77. Walters (Foulpenalty) 2:2.

Swansea - Liverpool 1:0 (0:0).

20'605 Zuschauer.

Tor: 86. Graham 1:0.

Tottenham - Fulham 2:0 (1:0).

36'256 Zuschauer.

Tore: 2. Adebayor 1:0. 63. Defoe 2:0.

Bemerkungen: Fulham mit Frei und ab 67. mit Kasami, ohne Senderos (Ersatz).

West Bromwich - Arsenal 2:3 (2:2).

26'358 Zuschauer.

Tore: 4. Benayoun 0:1. 11. Long 1:1. 15. Dorrans 2:1. 30. André Santos 2:2. 54. Koscielny 2:3.

Bemerkung: Arsenal ohne Djourou (Ersatz).

Wigan - Wolverhampton 3:2 (2:1).

21'986 Zuschauer.

Tore: 9. Jarvis 0:1. 12. Di Santo 1:1. 14. Boyce 2:1. 79. Boyce 3:1. 86. Fletcher 3:2.

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