Aktualisiert 01.09.2012 09:15

Transfer-Schlussspurt

ManCity schlägt zu - Dramatik bei Tottenham

Um Mitternacht schloss das internationale Transferfenster. Tottenham gab nochmals viel Geld aus und Real schnappte sich Michael Essien. Hier gibts die Highlights der letzten Stunden.

Was war das noch für ein Endspurt der Transferperiode 2012 (hier gehts zu den wichtigsten Transfers des Sommers). Vor allem die englischen Klubs Tottenham und Manchester City sicherten sich auf den letzten Drücker noch diverse Spieler und sorgten dafür, dass die Premier League einmal mehr die Liga mit den meisten Transferausgaben ist. Unglaubliche 445 Millionen Franken haben die Klubs mehr ausgegeben, als eingenommen. Dieser Betrag toppte die Premier League bisher nur zweimal (2010/11 mit 470 Mio. und 2007/08 mit 605 Mio.).

Mit 130 Millionen steht Chelsea ganz zu oberst. Eden Hazard (53 Mio), Oscar (42,5 Mio), Victor Moses (12 Mio), César Azpilicueta (11,5 Mio) und Marko Marin (10,5 Mio) belasten das Konto am meisten. Manchester United mit unter anderem Robin van Persie (41 Mio) macht ein Minus von 71,5 Millionen, Manchester City gibt 53 Millionen mehr aus, als das eingenommen wurden. Alleine in den letzten Stunden sicherte sich der Meister die Dienste von Javi Garcia (27 Mio), Matija Nastasic (20 Mio), Jack Rodwell (20 Mio), Scott Sinclair (10,5 Mio) und Maicon (8 Mio).

PSG verpasst Rekord knapp

Ein dramatisches Ende erlebten die Fans von Tottenham. Die Verkäufe von Luka Modric (40 Mio) und Rafael van der Vaart (17,5 Mio) sollten gleich wieder investiert werden. So konnten auf den letzten Drücker Goalie Hugo Lloris und Stürmer Clint Dempsey verpflichtet werden. Der Königstransfer wäre jedoch João Moutinho von Porto gewesen. Doch die 25 Millionen Euro waren wohl zu wenig. Obwohl noch eine Zeitverlängerung beantragt wurde, konnten sich die Klubs nicht einigen.

Dass die Bundesliga mit der zweitschlechtesten Bilanz (Minus 135 Millionen) dasteht, ist vor allem die Schuld von Bayern München. Der Rekordmeister gab 93 Millionen Franken mehr aus, als das er eingenommen hatte. Aufgrund der Aktivitäten der letzten Wochen überrascht es wenig, dass der PSG mit sagenhaften 185 Millionen höheren Ausgaben das Team mit der schlechtesten Bilanz ist. Damit egalisieren die Hauptstädter den Wert von Manchester City aus dem Jahr 2010/2011. Die meisten Ausgaben bleiben jedoch unerreicht. Chelseas Transferverlust in der Saison 2003/04 mit 230 Mio. und 2004/05 mit 2010 Mio. bleibt, als Roman Abramowitsch einstieg, unerreicht. Die Ligue 1 schliesst mit einem Minus von 71 Millionen Franken.

Russische Liga auf Rang 3 - Schweiz deutlich im Plus

Eine Überraschung gibt es auf dem dritten Rang der Ligen mit den meisten Ausgaben: Hinter der Premier League und der Bundesliga folgt die russische höchste Spielklasse. Im Osten ist also noch Geld für Spielerkäufe vorhanden. Sehr überraschend dagegen: Die Serie A und die Primera Divison schliessen mit einem Einnahmenüberschuss.

Ein Blick noch auf die Schweiz: 12,5 Millionen wurden ausgegeben, 34,5 Millionen eingenommen - macht ein Plus von 22 Millionen Franken.

Einige Transferfenster sind noch offen. So diejenigen in Frankreich (bis 4.9.), der Türkei (bis 4.9.) oder Russland (bis 6.9.). In der Schweiz sind nationale Wechsel noch bis am 15. September möglich.

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