Aktualisiert 03.05.2006 17:01

Mandela-Attentäter flohen während Prozess

Zwei wegen Verschwörung zur Ermordung Nelson Mandelas angeklagte weisse Extremisten sind aus einem Gericht in Südafrika entkommen.

Wie die Polizei mitteilte, verschwanden Herman van Rooyen und Rudi Gouws während einer Essenspause in einem Justizgebäude in Pretoria. Die Umstände ihrer Flucht würden untersucht.

Die beiden waren Mitglieder der extremistischen Splittergruppe Boeremag, die den Ermittlungen zufolge die Regierung des damaligen Präsidenten Mandela stürzen und die schwarze Mehrheit in Südafrika deportieren wollte.

Die Regierung hatte ursprünglich 23 Mitglieder der Gruppe vor Gericht gestellt, unter anderem wegen Hochverrats, Mordes und Mordversuchs. Einer von ihnen bekannte sich schuldig und wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Gruppe soll laut Staatsanwaltschaft auch versucht haben, Mandela zu ermorden. Sie plante, den Wagen des damaligen Präsidenten in die Luft zu sprengen. Die Verschwörung scheiterte, weil Mandela an dem Tag den Hubschrauber nahm. Anklage wurde auch wegen eines tödlichen Bombenanschlag in Soweto 2002 erhoben. (dapd)

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