Simbabwe: Mandela kritisiert Mugabe
Aktualisiert

SimbabweMandela kritisiert Mugabe

Der frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela hat erstmals das Regime im Nachbarland Simbabwe öffentlich kritisiert. Dort sei ein «tragisches Versagen der Führung» zu beobachten.

Weiter äusserte der Friedensnobelpreisträger sich nicht zur Lage in Simbabwe, das enge Verbindungen zu Südafrika unterhält. Eine Reaktion Mandelas auf die Gewalt, die das Regime von Präsident Robert Mugabe gegen die Opposition ausübt, war lange erwartet worden.

Bei dem Essen anlässlich seines 90. Geburtstags am 18. Juli rief Mandela die Ehrengäste, darunter Grossbritanniens Premierminister Gordon Brown und den früheren US-Präsidenten Bill Clinton, allerdings auf, das Leid in der Welt zu mindern.

«Die Welt ist weiterhin befallen von so viel menschlichen Leid, Armut und Mangel. Es liegt in Ihren Händen, eine bessere Welt für alle zu schaffen, besonders für die Armen, Gefährdeten und am Rande Stehenden», sagte er laut britischen Medienberichten vom Donnerstag.

Mandela ist seit Sonntag in London, um mit seinen Geburtstagsfeierlichkeiten Geld für seine Anti-Aids-Kampagne «46664» zu sammeln. Höhepunkt ist ein Geburtstagskonzert an diesem Freitag im Hyde Park mit Stars wie Annie Lennox, Queen und Razorlight.

(sda)

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