ÖL-KRISE: Manipulationen beim Ölpreis?
Aktualisiert

ÖL-KRISEManipulationen beim Ölpreis?

Angesichts anhaltender Rekordpreise untersucht die zuständige US-Bundesbehörde mögliche Preisabsprachen im Ölgeschäft.

Man prüfe «Praktiken im Zusammenhang mit Kauf, Transport, Lagerung und Handel von Rohöl und ähnlichen Produkten», teilte die oberste Aufsicht für die US-Terminbörsen, CFTC, am Donnerstag in Washington mit. Dabei gehe es um mögliche «Manipulationen und Missbrauch».

Die CFTC erklärte weiter, sie habe mit den britischen Aufsichtsbehörden und der Londoner Future-Börse ICE Futures Europe einen Informations-Austausch über Energie-Kontrakte vereinbart. Vorausgegangen sei eine sechsmonatige, intensive Beobachtung des Handels.

Druck der Politik

US-Politiker haben die CFTC seit Monaten gedrängt, die Aufsicht zu verschärfen und gegen Spekulanten vorzugehen, die für den drastischen Anstieg des Ölpreises mitverantwortlich gemacht werden.

«Die Kommission hat wichtige Schritte eingeleitet, um sicherzustellen, dass die US-Energie-Terminmärkte ordnungsgemäss und frei von Manipulation und Missbrauch funktionieren», teilte die CFTC mit. Es habe bereits im Dezember eine landesweite Untersuchung über Handelsgeschäfte mit Öl gegeben.

Normalerweise würden solche Prüfungen nicht bekanntgemacht, erklärte die US-Aufsichtsbehörde. Angesichts der derzeit beispiellosen Marktbedingungen habe man sich diesmal aber anders entschieden.

Bei der Prüfung geht es unter anderem um Rohöl-Handelskontrakte für das oft gehandelte Produkt West Texas Intermediate (WTI), die in New York und London gehandelt werden.

(sda)

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