Manipuliertes Video: Aufsicht wartet zu
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Manipuliertes Video: Aufsicht wartet zu

Der Luzerner Polizeichef Beat Hensler hat am Samstag die Aufsichts- und Kontrollkommission (AKK) des Kantonsrats über den umstrittenen Polizeieinsatz im 2005 informiert. Zum Vorwurf, ein Beweisvideo sei manipuliert worden, sieht die AKK keinen Handlungsbedarf.

Der Kommissionspräsident, Damian Meier (FDP), und die zuständige Subkommission hätten sich in einem rund einstündigen Gespräch von Hensler informieren lassen, teilte das AKK-Präsidium mit. Hensler sei auf alle Fragen eingegangen und habe ausführlich informiert.

Es hätten sich keine Hinweise ergeben, dass das Parlament falsch oder unvollständig informiert worden sei. Deshalb bestehe vorderhand «kein Handlungsbedarf». Vorerst sollen die Resultate des Strafverfahrens abgewartet werden. Dieses Verfahren ist hängig.

Das Schwyzer Verhöramt ermittelt gegen die Luzerner Kantonspolizei, nachdem deren Sondereinheit «Luchs» im Jahr 2005 in Arth SZ zwei Unschuldige festnahm, von denen sie annahm, es handle sich um Schwerverbrecher. Die beiden Männer wurden beim Einsatz verletzt und reichten Strafanzeige ein.

Auf dem Video, das die Luzerner Kantonspolizei von dem Einsatz gemacht hatte, sind nicht alle Phasen des Einsatzes erkennbar. Dem Gericht sagte die Polizei, es handle sich um ein Missgeschick. Die Sendung «10vor10» hatte berichtet, dass die Verhaftungsszene auf dem Video fehle. Ein Sachverständiger klärt ab, ob das Video manipuliert worden ist.

(sda)

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