Mit Leuchtkelle und Leuchtweste – Mann (21) spielt Polizist und unterzieht Autofahrer Fake-Kontrollen
Publiziert

Mit Leuchtkelle und LeuchtwesteMann (21) spielt Polizist und unterzieht Autofahrer Fake-Kontrollen

Mit Leuchtkelle und einer Weste verkleidete sich der Mann als Polizist, um Autofahrer zu kontrollieren. Nun wurde der Aargauer verurteilt und muss 4800 Franken Strafe zahlen.

von
Alexia Mohanadas
1 / 2
Ein 21-jähriger Aargauer machte illegale Verkehrskontrollen auf der Landstrasse in Möhlin. (Symbolbild)

Ein 21-jähriger Aargauer machte illegale Verkehrskontrollen auf der Landstrasse in Möhlin. (Symbolbild)

20min/Steve Last
Der Mann wurde für das Vergehen zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt. (Symbilbild)

Der Mann wurde für das Vergehen zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt. (Symbilbild)

Samuel Schalch 

Darum gehts

  • Ein 21-Jähriger gab sich als Aargauer Kantonspolizist aus und machte illegale Verkehrskontrollen.

  • Wie die Aargauer Zeitung schreibt, wurde er verurteilt. Das Polizei-Schauspiel kostet ihn 4800 Franken.

Ein 21-Jähriger gab sich als Aargauer Kantonspolizist aus und machte illegale Verkehrskontrollen. Wie die Aargauer Zeitung schreibt, wurde er nun verurteilt und muss 4800 Franken zahlen.

An einem frühen Sonntagmorgen um halb sechs Uhr fuhr der 21-Jährige in seinem blauen Ford auf der Landstrasse in Möhlin hinter einem Personenwagen her. Auf der Ausserortsstrecke habe er das Auto vor ihm überholt. Danach habe er die Warnblinkanlage aktiviert und den Lenker zum Anhalten aufgefordert, indem er mit einer Leuchtkelle aus dem Fahrerfenster winkte. Der Lenker habe seiner Anweisung gefolgt und hielt an.

Falscher Polizist fragte nach Rauschmittel-Konsum

Der Aargauer habe zivile Kleider und eine Leuchtweste getragen. In diesem Aufzug sei er an das angehaltene Auto getreten und gab vor, von der Aargauer Kantonspolizei zu sein. «Haben Sie etwas getrunken oder Rauschmittel konsumiert?», habe er den Lenker gefragt. Dieser verneinte. Der Fake-Polizist habe nicht locker gelassen und fragte weiter. Zu guter Letzt habe er noch eine Verwarnung ausgesprochen, weil der Lenker zu schnell gefahren sei. Nur wenige Minuten später habe der 21-Jährige dieses Vorgehen mit einem zweiten Lenker – auf derselben Strecke wiederholt.

Nun wurde der Aargauer für die Amtsanmassung per Strafbefehl rechtskräftig verurteilt: Er kassiert eine unbedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 80 Franken. Für das Polizei-Spielen muss der Verurteilte also insgesamt 4800 Franken bezahlen.

Laut der Aargauer Zeitung sei es selten, dass sich ein Unbefugter als Polizist ausgibt.

Deine Meinung

9 Kommentare