Bern: Mann (22) drohte seiner Ex, ihren Hund zu töten, und biss sie in die Backe 

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BernMann (22) drohte seiner Ex, ihren Hund zu töten, und biss sie in die Backe 

Ein 22-jähriger Mann aus Bern wurde gegenüber seiner Ex-Freundin gewalttätig und drohte, ihren Hund umzubringen. Deshalb wurde er per Strafbefehl schuldig gesprochen.

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Der Beschuldigte nahm den Hund aus der Wohnung der Ex-Freundin mit und drohte ihr, diesen umzubringen. 

Der Beschuldigte nahm den Hund aus der Wohnung der Ex-Freundin mit und drohte ihr, diesen umzubringen. 

Urs Baumann/BZ
Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat den Mann per Strafbefehl verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat den Mann per Strafbefehl verurteilt.

20min/Matthias Spicher
Dies unter anderem wegen versuchter Nötigung, Hausfriedensbruchs sowie Drohungen und Tätlichkeiten.

Dies unter anderem wegen versuchter Nötigung, Hausfriedensbruchs sowie Drohungen und Tätlichkeiten.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts 

  • Bei einem Streit auf offener Strasse wurde ein Mann gegenüber seiner Ex-Freundin gewalttätig und sprach Todesdrohungen gegen sie aus. 

  • Ausserdem drohte er, dass er ihren Hund töten werde. 

  • Der Beschuldigte wurde nun per Strafbefehl wegen versuchter Nötigung, Drohungen und Tätlichkeiten verurteilt. 

Ein 22-jähriger, in Bern wohnhafter Mann ist unter anderem wegen versuchter Nötigung, Hausfriedensbruchs sowie Drohungen und Tätlichkeiten gegenüber seiner Ex-Freundin verurteilt worden. 

Im letzten Februar betrat der Beschuldigte die Wohnung der Ex-Freundin und deren Mutter, als die beiden abwesend waren. Von dort nahm er den Hund sowie ein Macbook im Wert von etwa 1000 Franken und ein Smartphone mit. Bei einem Telefonat am selben Abend verlangte der Mann laut Anklageschrift von seiner Ex, dass sie sich bei seinem Vater für einen vergangenen Streit entschuldigt – andernfalls werde er den Hund töten und die Geräte zerstören. Den Hund und das Smartphone brachte er am nächsten Morgen zurück, das Macbook zerstörte er. 

3000 Franken Geldstrafe

Im darauffolgenden März kam es auf offener Strasse zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und seiner Ex-Freundin. Nachdem er sie an den Beinen gepackt hatte und sie hingefallen war, drückte er sie «mit dem Unterarm am Hals zu Boden und biss sie in die Backe», wie die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland weiter schreibt. Dabei drohte er ihr, sie solle still sein, «sonst würde er sie schlagen, eigentlich sollte man sie aufschlitzen, er könnte ihr Auge auch herausbeissen und er steche sie herunter». Das Opfer erlitt eine gerötete Wange sowie Schürfwunden am Knie und am Ohr. Zu beiden Vorfällen reichte die Frau Strafklage ein. 

Wegen dieser und weiterer Delikte wurde dem Beschuldigten eine Geldstrafe von 3000 Franken auferlegt. Weil er bereits vorbestraft ist, wurde diese unbedingt ausgesprochen. Weiter muss er eine Busse von 500 Franken sowie die Verfahrenskosten bezahlen.  

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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(sul)

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