Polizei spricht von «Terror-Angriff»: Mann attackiert Passanten in Schweden mit Messer –8 Verletzte
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Polizei spricht von «Terror-Angriff»Mann attackiert Passanten in Schweden mit Messer –8 Verletzte

In der Ortschaft Vetlanda in Schweden sind bei einem mutmasslich «terroristischem Angriff» mit einem «scharfen Gegenstand» acht Menschen verletzt worden, zwei davon schwer.

von
Karin Leuthold
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In Vetlanda, rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm, hat ein Mann am 3. März 2021 eine Reihe von Menschen mutmasslich mit einer Stichwaffe angegriffen. 

In Vetlanda, rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm, hat ein Mann am 3. März 2021 eine Reihe von Menschen mutmasslich mit einer Stichwaffe angegriffen.

Screenshot Aftonbladet
Der junge Angreifer – mutmasslich ein Einzeltäter im Alter von 20 bis 30 Jahren – wurde daraufhin von der Polizei angeschossen und festgenommen. 

Der junge Angreifer – mutmasslich ein Einzeltäter im Alter von 20 bis 30 Jahren – wurde daraufhin von der Polizei angeschossen und festgenommen.

Screenshot Aftonbladet
Der Vorfall werde als mutmassliche Terrortat eingestuft, teilte die schwedische Polizei mit.

Der Vorfall werde als mutmassliche Terrortat eingestuft, teilte die schwedische Polizei mit.

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In der südschwedischen Kleinstadt Vetlanda hat am Mittwochnachmittag ein Mann Mitte 20 mehrere Passanten mit einem Messer attackiert. Acht Menschen wurden dabei verletzt. Einige von ihnen seien schwer verletzt ins Spital eingeliefert worden, gab die Polizei bekannt.

Der Verdächtige habe an fünf verschiedenen Orten in der 12’000-Einwohner-Kommune angegriffen, erklärte die Polizei. Polizeisprecher Kristian Ljungberg sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Mann habe eine «scharfe Waffe» bei sich gehabt. Dabei handelte es sich laut örtlichen Medien um ein Messer. Der mutmassliche Täter sei bei der Festnahme von Polizisten angeschossen und am Bein verletzt worden; er werde in einem Spital behandelt und überwacht.

Nach Behördenangaben war der Verdächtige bei der Polizei wegen geringfügiger Vergehen bereits aktenkundig. Er wohnte demnach in der Region; zur Staatsangehörigkeit äusserten sich die Behörden zunächst nicht.

Ein mutmasslich «terroristischer» Stichwaffen-Angriff

Der Vorfall wurde zunächst als versuchter Mord eingestuft. Inzwischen ermittelt die Polizei wegen Terrorverdachts, die Tat werde als «mutmassliche Terrortat» eingestuft, so die Polizei. Bei einer abendlichen Pressekonferenz sagte die örtliche Polizeichefin Malena Grann, dass einige Aspekte der Ermittlungen auf «mögliche terroristische Motivationen» hindeuteten. Weitere Angaben machte Grann aber nicht.

«Schrecklich Ereignisse»

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilte die «schreckliche Tat». «Wir werden auf diese abscheulichen Taten mit der kollektiven Kraft der Gesellschaft antworten.» Sollten neue Massnahmen zur Sicherheit nötig sein, werde die Regierung diese ergreifen. Innenminister Mikael Damberg sprach von «schrecklichen Ereignissen». Zunächst seien der genaue Tathergang und die Motive jedoch unklar, sagte Damberg.

Die Sicherheitsdienste in Schweden halten die Terrorgefahr in dem skandinavischen Land für hoch. In den vergangenen Jahren hatte es bereits zwei Anschläge gegeben. 2017 raste ein Mann in Stockholm mit einem Lastwagen durch eine Einkaufsstrasse und überfuhr Passanten. Fünf Menschen starben. Die Polizei nahm den 39-jährigen Täter fest, der mutmassliche IS-Anhänger gestand die Tat. 2010 verübte ein Mann einen Selbstmordanschlag mit einer Bombe im Zentrum Stockholms, mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt.

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