Holocaust-Museum: Mann aus Genf ersteigert Hitler-Hut und spendet ihn
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Holocaust-MuseumMann aus Genf ersteigert Hitler-Hut und spendet ihn

Der in Genf lebende Libanese Abdallah Chatila ersteigerte Nazi-Souvenirs. Er gab 600'000 Franken aus.

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fss
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Dieser Hut gehörte wohl Adolf Hitler. Er wurde vergangene Woche in München versteigert. Zusammen mit vielen weiteren Nazi-Devotionalien.

Dieser Hut gehörte wohl Adolf Hitler. Er wurde vergangene Woche in München versteigert. Zusammen mit vielen weiteren Nazi-Devotionalien.

Matthias Balk
Ein Geschäftsmann aus Genf ersteigerte zehn Gegenstände für ungefähr 600'000 Franken. Er wolle damit verhindern, dass die Objekte für «Propagandazwecke der Neonazis verwendet werden».

Ein Geschäftsmann aus Genf ersteigerte zehn Gegenstände für ungefähr 600'000 Franken. Er wolle damit verhindern, dass die Objekte für «Propagandazwecke der Neonazis verwendet werden».

Matthias Balk
Er wolle die Gegenstände nun an eine israelische Stiftung übergeben.

Er wolle die Gegenstände nun an eine israelische Stiftung übergeben.

Matthias Balk

Vergangene Woche wurden bei einer Auktion in München mehrere Gegenstände aus der Nazizeit verkauft. Eine umstrittene Aktion mit einem teilweise guten Ende.

Abdallah Chatila, ein libanesischer Geschäftsmann aus Genf, bezahlte für mehrere Gegenstände rund 600'000 Franken, damit diese nicht in die falschen Hände gelangen. Bei zehn Losen erhielt er den Zuschlag. «Ich wollte diese Gegenstände kaufen, damit sie nicht für Propagandazwecke der Neonazis verwendet werden», sagte Chatila der welschen Zeitung «Le Matin Dimanche».

Devotionalien sollen nach Israel

Unter den ersteigerten Gegenständen war auch ein Zylinder mit den Initialen AH, wohl einst Eigentum von Adolf Hitler, eine Ausgabe von «Mein Kampf» aus dem Besitz von Hermann Göring sowie eine Zigarrenkiste von Adolf Hitler.

Er wolle die Gegenstände nun an die Stiftung Keren Hayesod übergeben. Hayesod sammelt Mittel für Projekte in Israel. Chatila hofft, dass die Nazi-Überbleibsel so den Weg in ein Holocaust-Museum wie Yad Vashem finden.

Eine Sprecherin von Keren Hayesod bestätigte, dass man die Gegenstände entgegennehmen werde. Sie sagt: «Wir werden sie mit grosser Sorgfalt behandeln und mit den relevanten Einrichtungen entscheiden, was mit ihnen zu tun ist.»

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