Aktualisiert 19.08.2009 20:50

«Ritter der Strasse»Mann aus sinkendem Fahrzeug gerettet

Der neue «Ritter der Strasse» heisst Markus Müller. Der Zuger Segler hatte Ende Januar einen 67-jährigen Einheimischen im letzten Moment aus seinem im Urnersee versinkenden Fahrzeug gerettet.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen 31. Januar beim Bootssteg im urnerischen Sisikon. Bei einem Wendemanöver versagten die Bremsen des Offroaders des 67-Jährigen, worauf er rückwärts über die rund 1,5 Meter hohe Ufermauer in den Urnersee stürzte. Trotz mehreren Versuchen gelang es dem Mann nicht, sich aus seinem seitlich aus dem Wasser ragenden Fahrzeug zu befreien.

Auf dem Weg zu seinem Bootsplatz sah Markus Müller den Offroader und seinen eingeschlossenen Lenker und handelte sofort: Ein Bein am Ufer, das andere auf dem Wagen gelang es dem 61-Jährigen, die rechte hintere Seitentüre des Wagens zu öffnen und den Verunfallten herauszuziehen.

«Es war im letzten Moment», wird der Retter in einem Communiqué der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) zitiert. «Zusammen konnten wir zusehen, wie das Auto auf den Grund sank.»

Mit einer Laudatio übergab der Chef der Verkehrspolizei der Kantonspolizei Uri Müller am Mittwoch die Urkunde mit integrierter Medaille. Für seinen Einsatz wurde Müller Mitte Mai bereits von der Carnegie-Stiftung als Lebensretter ausgezeichnet.

Die Auszeichnung «Ritter der Strasse» wird seit 39 Jahren vergeben. Geehrt werden damit Verkehrsteilnehmer, die sich besonders mutig, rücksichtsvoll und unfallverhütend verhalten. Jüngster «Ritter der Strasse» war bisher ein 9-jähriges Mädchen, der älteste ein 78-jähriger Mann. (sda)

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