Kriminalgericht Luzern: Mann bei Raserfahrt mit verlottertem Auto erwischt – Freiheitsstrafe
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Kriminalgericht LuzernMann bei Raserfahrt mit verlottertem Auto erwischt – Freiheitsstrafe

Diverse Mängel hatte ein Auto aufgewiesen, als ein Autofahrer damit bei einer Raserfahrt erwischt worden war. Wenig später wurde er trotz Fahrausweisentzug am Steuer erwischt.

von
Gianni Walther
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Im Dezember 2020 wurde ein damals 19-jähriger Autofahrer in Alberswil erwischt, als er mit 143 km/h im 60er-Bereich gefahren war. Zudem war das Auto nicht betriebssicher. Wenige Monate später wurde der Mann trotz Ausweisentzug erneut am Steuer erwischt.

Im Dezember 2020 wurde ein damals 19-jähriger Autofahrer in Alberswil erwischt, als er mit 143 km/h im 60er-Bereich gefahren war. Zudem war das Auto nicht betriebssicher. Wenige Monate später wurde der Mann trotz Ausweisentzug erneut am Steuer erwischt.

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Das Luzerner Kriminalgericht hat den Mann wegen mehrerer Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz schuldig gesprochen.

Das Luzerner Kriminalgericht hat den Mann wegen mehrerer Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz schuldig gesprochen.

20min/Gianni Walther
Der heute 20-jährige Mann wird zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Er muss auch eine Busse und die Verfahrenskosten bezahlen.

Der heute 20-jährige Mann wird zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Er muss auch eine Busse und die Verfahrenskosten bezahlen.

20min/Gianni Walther

Darum gehts

Wegen mehrerer Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann (20) schuldig gesprochen. Am 19. Dezember 2020 war der damals 19-Jährige auf der Willisauerstrasse in Alberswil LU massiv zu schnell unterwegs: So hatte der Raser «die gesetzlich zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h ausserorts, nach Abzug einer Sicherheitsmarge von sechs km/h, um netto 77 km/h» überschritten, wie es im Gerichtsurteil heisst.

Bei der Fahrt war das Auto «in einem nicht betriebssicheren und nicht vorschriftsgemässen Zustand», wie eine Expertise durch das Strassenverkehrsamt ergeben hatte. So war etwa die Schalldämpferanlage unvollständig und nicht fachgerecht montiert und die Felgen waren nicht geprüft und bewilligt. Bei einem Reifen hatte sich wegen einer Beschädigung eine Blase gebildet, «es bestand die akute Gefahr eines ‹Reifenplatzers›, was zum sofortigen Verlust der Beherrschbarkeit über den Wagen führen würde», wie es im Urteil heisst. Zudem waren die Bremsscheiben stark abgenutzt.

Ohne Ausweis am Steuer erwischt

Hinzu kommt: Bereits Ende November, nur wenige Wochen zuvor, wurde das Auto des Mannes von der Luzerner Polizei sichergestellt und zur Expertise übergeben. Dabei wurden «diverse Mängel und Abänderungen» festgestellt. Bei der erneuten Begutachtung durch das Strassenverkehrsamt habe das Auto im Wesentlichen die gleichen Mängel und unzulässigen Abänderungen aufgewiesen.

Bereits im Februar 2021 hatte der Temposünder wieder mit der Polizei zu tun: So war er mit dem Auto von Martigny nach Riddes VS gefahren, obwohl ihm der Fahrausweis bei der Kontrolle im Dezember entzogen worden war.

Die Raserfahrt, das Fahren mit dem Auto in einem nicht betriebssicheren Zustand und das Fahren trotz Entzugs des Autobillets haben nun Folgen für den 20-Jährigen. Das Kriminalgericht sprach ihn in diesen Punkten schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten und einer Busse. Weiter wurde sein Auto eingezogen und er muss die Verfahrenskosten bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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