Aktualisiert 09.08.2015 10:47

Ramsen SH

Mann belästigt 9-Jährige vor der Badi

Ein Mann forderte am Samstagmittag ein 9-jähriges Mädchen vor einer Badi dazu auf, seinen entblössten Penis «gegen Entgeld» anzufassen. Die Polizei sucht Zeugen.

Das 9-jährige Mädchen wurde am 8. August gleich neben dem Schwimmbad Ramsen von einem Unbekannten zu einer sexuellen Handlung aufgefordert.

Das 9-jährige Mädchen wurde am 8. August gleich neben dem Schwimmbad Ramsen von einem Unbekannten zu einer sexuellen Handlung aufgefordert.

Es geschah vor der Badeanstalt Ramsen SH am Samstag: Um 13.10 Uhr hielt sich ein unbekannter Mann neben der Badi, vermutlich eingangs der Zufahrtstrasse zum Fussballplatz (Sonnenstrasse/Zufahrtstrasse) auf. Als ein 9-jähriges Mädchen vorüber ging, forderte der Mann dieses «zu Handlungen an seinem Penis gegen Entgelt» auf, schreibt die Schaffhauser Polizei.

Das Mädchen realisierte die Lage schnell und flüchtete in die Badeanstalt. Der genaue Hergang ist noch unklar. Die Polizei sucht Zeugen.

Täter trug enge Badehose

Das Mädchen beschreibt den Täter als nicht mehr ganz jungen aber auch nicht ganz alten Mann von normaler Statur mit Bauchansatz. Haare habe er nur wenige gehabt und seine Haut und Augen seien hell gewesen. Er trug dunkelblaue, enge Badehosen im Schnitt eines Männer-Slips und sprach Schweizer- oder Hochdeutsch.

Die Schaffhausner Polizei rät Eltern von Kindern, die von einer unbekannten Person angesprochen und aufgefordert werden, eine sexuelle Handlung vorzunehmen, dies umgehend zu melden. Zudem sollten Kinder im Alltag Respekt erfahren und Selbstvertrauen entwickeln. Es sei wichtig, dem Kind bewusst zu machen, dass es über sich selbst bestimmen und «Nein» sagen dürfe.

Auch auf dem Schulweg ist Vorsicht geboten

Das Kind müsse wissen, dass es einem unguten oder schlechten Gefühl trauen und sich Hilfe holen kann. Eltern sollten ihren Kindern zudem vermitteln, dass sie ihnen alles erzählen dürfen, aber sie trotzdem nicht mit Fragen bedrängen. Auf Pünktlichkeit sei stets Wert zu legen. Ausserdem sollen Kinder nach Möglichkeit den Schulweg mit Kameraden zurücklegen, damit sie gegenseitig auf sich aufpassen können, rät die Polizei.

(sda)

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