FC Solothurn: Mann belästigt Fussball-Junioren auf Instagram

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FC SolothurnMann belästigt Fussball-Junioren auf Instagram

Ein Unbekannter hat Junioren des FC Solothurn auf Instagram kontaktiert. Der Club hat die Polizei informiert – und will den Nachwuchs im Umgang mit Social Media trainieren.

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sul
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Ein Unbekannter hat über Instagram den Kontakt zu mehreren Junioren des FC Solothurn gesucht.

Ein Unbekannter hat über Instagram den Kontakt zu mehreren Junioren des FC Solothurn gesucht.

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Der Club hat daraufhin diese Warnung auf seiner Website veröffentlicht.

Der Club hat daraufhin diese Warnung auf seiner Website veröffentlicht.

FC Solothurn/Screenshot Website
«Es sind etwa fünf oder sechs Junioren, die über Social Media kontaktiert wurden», sagt FCS-Nachwuchschef Ronald Vetter auf Anfrage von 20 Minuten. (Symbolbild)

«Es sind etwa fünf oder sechs Junioren, die über Social Media kontaktiert wurden», sagt FCS-Nachwuchschef Ronald Vetter auf Anfrage von 20 Minuten. (Symbolbild)

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Der FC Solothurn (FCS) ist in Sorge um seinen Nachwuchs: Auf seiner Website warnt der Verein vor einem Mann, der mehrere Junioren über Instagram kontaktiert haben soll, wie Tele Bärn berichtet. Der Club hat daraufhin die Polizei informiert, um sich über das weitere Vorgehen beraten zu lassen.

10- bis 14-Jährige betroffen

«Es sind etwa fünf oder sechs Junioren, die über Social Media kontaktiert wurden», sagt FCS-Nachwuchschef Ronald Vetter auf Anfrage von 20 Minuten. Betroffen seien zwischen 10 und 14 Jahre alte Kinder und Jugendliche der Auswahlmannschaften U12 bis U15. Allem Anschein nach hat der Unbekannte die Buben gezielt ausgesucht. «Sie wohnen alle nahe beieinander», so Vetter.

Für den FCS ist der Vorfall ein Novum. «Wir hatten schon Mobbing-Fälle, aber dass eine externe Person unsere Junioren über Social Media angeht, habe ich noch nie erlebt», so der Konditionstrainer, der seit 20 Jahren im Verein tätig ist.

Wie viel Information soll man preisgeben?

Den Inhalt der Nachrichten kenne er nicht, sagt Vetter. Auf Empfehlung der Polizei habe der Verein alle Eltern schriftlich über die Vorfälle informiert und den Warnhinweis auf der Website veröffentlicht. Und: «Die betroffenen Spieler haben den Kontakt des Mannes blockiert.»

Zur Prävention würden die FCS-Junioren in den nächsten Tagen von ihren Trainern im Umgang mit Social Media sensibilisiert. «Sie müssen sich überlegen, wie sie sich in ihren Profilen präsentieren und wie das auf andere wirkt», so Vetter.

Im Verein werde auch diskutiert, wie viel Information über die Junioren man auf der Homepage künftig noch preisgebe. «Wir müssen zum Beispiel hinterfragen, ob wir künftig noch die Namen der Spieler geschweige denn Spielerportraits aufschalten wollen», so Vetter.

Anfragen von Fremden ablehnen

Anzeigen zum Vorfall beim FC Solothurn liegen derzeit keine vor, wie es bei der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage heisst. Diese müssten direkt von den betroffenen Familien eingereicht werden. Kapo-Sprecherin Astrid Bucher stellt klar: «Es liegt kein strafrechtlicher Tatbestand vor.» Daher seien bei der Polizei auch keine weiteren Schritte vorgesehen.

Generell empfiehlt die Polizei Jugendlichen, keine Freundschaftsanfragen und Einladungen auf Social Media anzunehmen, «wenn die Person nicht zweifelsfrei identifiziert werden kann oder im realen Leben bereits getroffen worden ist», sagt Bucher. Weiter sei wichtig, keine persönlichen Informationen wie Alter, Name und Adresse preiszugeben.

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