Neue Details – Südkorea gibt neue Details zum Mann bekannt, der nach Nordkorea flüchtete
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Neue DetailsSüdkorea gibt neue Details zum Mann bekannt, der nach Nordkorea flüchtete

Eine unbekannte Person ist nach Angaben des südkoreanischen Militärs über die schwer befestigte Grenze nach Nordkorea eingedrungen. Jetzt ist bekannt, wer der Mann ist.

von
Florian Osterwalder
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Zwischen Nord-und Südkorea liegt eine demilitarisierte Zone.

Zwischen Nord-und Südkorea liegt eine demilitarisierte Zone.

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Die Grenze wird von beiden Seiten her scharf bewacht.

Die Grenze wird von beiden Seiten her scharf bewacht.

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Sie wird rund um die Uhr beobachtet.

Sie wird rund um die Uhr beobachtet.

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Darum gehts

  • Normalerweise flüchten Menschen von Nord- nach Südkorea.

  • Im Fall vom Samstag blieb die Anwesenheit der Person in der Nähe der Grenze fast drei Stunden lang unbemerkt.

  • Die südkoreanischen Truppen starteten eine Suchaktion, konnten den Mann aber nicht am Grenzübertritt hindern.

Letzte Woche wurde ein Mann beobachtet, wie er die Demilitarisierte Zone (DMZ) von Süd- nach Nordkorea überquerte. Nun ist bekannt, wer die Person ist. Laut Angabe des südkoreanischen Verteidigungsministeriums in Seoul soll es sich um einen Nordkoreaner handeln, der zuvor in den Süden übergelaufen war.

Südkorea meldete, eine Suchoperation durchgeführt zu haben, nachdem sie die Person am Samstag auf der Ostseite der DMZ, die die beiden Koreas trennt, entdeckt hatten, wie Reuters berichtet.

«Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei der Person um einen nordkoreanischen Überläufer handelt und sind dabei, die diesbezüglichen Fakten zu überprüfen», heisst es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. Während sich Tausende Nordkoreaner im Süden niedergelassen haben, sind Übertritte der DMZ selten, und die meisten Überläufer machen sich auf den Weg durch China.

Vorfälle in der DMZ häufen sich

Mehrere Vorfälle in jüngster Zeit haben jedoch in Südkorea Besorgnis über Sicherheitslücken oder verzögerte Reaktionen von Truppen, die die Grenze bewachen, geweckt. Im Fall vom Samstag blieb die Anwesenheit der Person in der Nähe der Grenze fast drei Stunden lang unbemerkt, nachdem Überwachungskameras aufgezeichnet hatten, wie die Person einen Zaun erkletterte und Alarme auslöste, teilte das Militär in einem Briefing am Sonntag mit.

Die südkoreanischen Truppen starteten eine Suchaktion, nachdem sie die Person um 21.20 Uhr entdeckt hatten, konnten aber ihren Übertritt in den Norden gegen 22.40 Uhr nicht stoppen. Im Juni kündigte Südkorea an, die Anschaffung eines schienengebundenen Roboters und eines Video- und Audiosystems mit künstlicher Intelligenz zu beschleunigen, um die Sicherheit entlang der Grenze zu erhöhen.

Süd- und Nordkorea befinden sich faktisch immer noch im Krieg. Nach dem Ende des Koreakrieges, der von 1950 bis 1953 dauerte, befinden sich die zwei Nationen in einem Waffenstillstand.

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