Kreisgericht Rorschach SG – Mann drohte Ex-Frau mit dem Tod der eigenen Tochter
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Kreisgericht Rorschach SGMann drohte Ex-Frau mit dem Tod der eigenen Tochter

Ein Mann aus Rorschach wehrte sich vehement gegen die Trennung von seiner Frau. Er drohte ihr, alles zu nehmen, was ihr lieb sei und dass er die gemeinsame Tochter umbringen werde.

von
Leo Butie
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Am Dienstag steht in Rorschach ein Mann vor Gericht, dem mehrere Straftaten vorgeworfen werden.

Am Dienstag steht in Rorschach ein Mann vor Gericht, dem mehrere Straftaten vorgeworfen werden.

20Min/Leo Butie
Bei einem Streit drohte der Mann, sich umzubringen, falls ihn seine Ehefrau verlässt. 

Bei einem Streit drohte der Mann, sich umzubringen, falls ihn seine Ehefrau verlässt. 

20Min/Leo Butie
Bei einem späteren Streit soll er gedroht haben, die gemeinsame Tochter umzubringen und dass er «ihr alles nehmen werde, was ihr lieb sei».

Bei einem späteren Streit soll er gedroht haben, die gemeinsame Tochter umzubringen und dass er «ihr alles nehmen werde, was ihr lieb sei».

20 Minuten

Darum gehts

  • Ein 41-jähriger Schweizer steht am Mittwoch in Rorschach SG vor Gericht.

  • Ihm werden unter anderem versuchte Nötigung sowie Drohung vorgeworfen.

  • Im Zuge der Trennung von seiner Ehefrau soll er gedroht haben, die gemeinsame Tochter umzubringen.

  • Die Staatsanwaltschaft fordert eine hohe Geldstrafe. 

Wegen einer Reihe von Straftaten muss sich am Mittwoch ein 41-jähriger Schweizer vor dem Kreisgericht in Rorschach SG verantworten. Im Mittelpunkt steht dabei die Trennung von seiner Ehefrau, die Ende 2020 erfolgte. Mehrmals soll der Mann gesagt haben, dass er Suizid begehen würde, falls seine Partnerin ihn verlässt. 

Als am Neujahr 2021 wieder gestritten wurde, sagt seine Ehefrau zum ihm, «dass sie ihn verlasse, weil sie ihn nicht mehr liebe und sie keine gemeinsame Zukunft mit ihm sehe». Darauf verkündete der Beschuldigte, dass er sich nun umbringen werde. Er holte seine Pistole, übergab den Ehering seiner gemeinsamen Tochter und verliess das Haus. Gemäss der Staatsanwaltschaft St. Gallen hat er sich deswegen der versuchten Nötigung schuldig gemacht.

Ende Januar 2021 kam es erneut zu einem Streit zwischen dem Beschuldigten und seiner ehemaligen Frau, die zu diesem Zeitpunkt in ihrem Auto sass. Dort soll er sie mehrfach als «Schlampe» bezeichnet haben und drohte, dass er ihren neuen Partner sowie die gemeinsame Tochter umbringen werde, und trat ihr ans Bein. Auch soll er gesagt haben, dass er «ihr alles nehmen werde, was ihr lieb sei».

Bedingte Geldstrafe gefordert

Weiter kam es im April des gleichen Jahres zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und einem Kollegen der damaligen Partnerin. Um 23.30 Uhr traf der Mann auf den Kollegen, worauf es zu einem Wortwechsel kam. Anschliessend soll der Beschuldigte dem Kollegen gegen die Brust geschubst haben. Dieser versuchte dann zu fliehen. Der Beschuldigte ging ihm nach, schubste ihn von hinten auf den Boden und trat mehrfach auf ihn ein.

Insgesamt werden dem Mann mehrfache versuchte Nötigung, Drohung, mehrfache Beschimpfung und mehrfache Tätlichkeiten vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 100 Franken (18’000 Franken) sowie eine Busse von 4000 Franken. Beides soll bedingt und zu einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben werden. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Suizidgedanken? Oder hast du jemanden durch Suizid verloren?

Hier findest du Hilfe:

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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