Aktualisiert 28.02.2015 02:28

MissouriMann erschiesst acht Menschen an sechs Orten

Ein 36-Jähriger ist im US-Staat Missouri Amok gelaufen und hat sieben Menschen an sechs verschiedenen Orten erschossen. Anschliessend beging er Selbstmord.

Der mutmassliche Täter wurde tot aufgefunden.

Der mutmassliche Täter wurde tot aufgefunden.

Ein Mann hat im US-Staat Missouri bei einem Amoklauf sieben Menschen erschossen. Dann habe sich der 36-jährige Schütze selbst gerichtet, teilte die Polizei mit. Die Bluttat in dem Ort Tyrone ereignete sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Einige Opfer seien mit dem Täter verwandt gewesen, die Identität der anderen bleibe zunächst unter Verschluss, hiess es.

Das Tatmotiv war zunächst unklar. Doch der Untersuchungsrichter Tom Whittaker vermutete einen Zusammenhang mit dem Ableben der 74 Jahre alten Mutter des Schützen, die eines natürlichen Todes starb. Der Sohn kam ««nach Hause und fand sie tot vor. Und aus welchen Gründen auch immer drehte er dann durch und begann, Menschen zu erschiessen», mutmasste Whittaker.

Nachbarn fliehen vor Schüssen

Der Täter ging laut Polizei mit einer Pistole bewaffnet nacheinander zu vier Häusern, die wenige Kilometer voneinander entfernt waren - und eröffnete jeweils das Feuer. Sieben Menschen fielen dem Amoklauf zum Opfer. Bei vier der Toten habe es sich um Cousins des Schützen gehandelt. Diese Opfer waren den Angaben zufolge zwischen 47 und 52 Jahre alt. Ein weiterer Mensch wurde verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Beim Sheriffsbüro ging am späten Donnerstagabend ein Notruf einer Jugendlichen ein. Sie habe angegeben, zum Nachbarhaus geflohen zu sein, nachdem sie in ihrem Haus Schüsse gehört habe.

«Herzen bei Familienangehörigen»

Der Nachbar sagte der Nachrichtenagentur AP, das Mädchen sei barfuss und im Nachthemd über das schneebedeckte Feld voller Gestrüpp auf ihn zugerannt und habe sich dabei die Beine aufgekratzt. «Sie weinte so heftig, aber schliesslich brachte sie heraus: 'Meine Mutter und mein Vater wurden erschossen'», sagte er. Als Beamte am Haus des Mädchens eintrafen, fanden sie zwei Tote vor. In drei weiteren Häusern stiessen Polizisten später auf fünf weitere Todesopfer.

Gouverneur Jay Nixon zeigte sich erschüttert. «Dies ist eine schreckliche Tragödie, und unsere Herzen sind bei den Opfern dieser sinnlosen Akte und ihrer Familien», sagte er.

(sda)

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