Chur: Mann erschiesst Reh vom Trottoir aus
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ChurMann erschiesst Reh vom Trottoir aus

Ein Jäger hat in Chur auf der Planaterrastrasse auf zwei Rehe geschossen und diese dabei erlegt. Die Kantonspolizei Graubünden hat eine Ermittlung eingeleitet.

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Ein Augenzeuge berichtete, dass ein Jäger vom Trottoir aus auf zwei Rehe abgeschossen habe.

Ein Augenzeuge berichtete, dass ein Jäger vom Trottoir aus auf zwei Rehe abgeschossen habe.

Keystone/Gabriele Putzu
Die Kantonspolizei Graubünden bestätigt, dass die Meldung letzten Sonntag kurz nach 19 Uhr bei ihr eingegangen sei. (Symbolbild)

Die Kantonspolizei Graubünden bestätigt, dass die Meldung letzten Sonntag kurz nach 19 Uhr bei ihr eingegangen sei. (Symbolbild)

Keystone/Gian Ehrenzeller
Gegenstand der Ermittlungen sei momentan, ob der Jäger weidmännisch oder gegen das Gesetz gehandelt hat, sagt Anita Senti, Mediensprecherin der Kantonspolizei Graubünden.

Gegenstand der Ermittlungen sei momentan, ob der Jäger weidmännisch oder gegen das Gesetz gehandelt hat, sagt Anita Senti, Mediensprecherin der Kantonspolizei Graubünden.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Letzten Sonntag haben Passanten und Bewohner bei der Planaterrastrasse in Chur wohl grosse Augen gemacht. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber der «Südostschweiz», dass ein Jäger vom Trottoir aus wiederholt in die Rebberge geschossen und dabei zwei Rehe getötet habe.

«Am Sonntagabend kurz nach 19 Uhr ist bei uns die Meldung eingegangen, dass Rehe im Rebberg oberhalb der Planaterrastrasse geschossen werden», bestätigt Anita Senti, Mediensprecherin der Kantonspolizei Graubünden. Daraufhin seien Stadtpolizei sowie Wildhut ausgerückt und dem Jäger noch vor Ort begegnet.

Ermittlungen zum Vorfall wurden laut Senti eingeleitet: «Es besteht der Verdacht auf Widerhandlung gegen das Jagdgesetz.» Es werde derzeit abgeklärt, ob der Mann mit der Aktion weidmännisch gehandelt und die Sicherheit gewährleistet habe. Ausschlaggebend sei dabei Artikel 17 im Jagdgesetz, in dem steht, dass die Jagd nicht ausgeübt werden darf, wenn Mensch oder Dritteigentum gefährdet ist. «Das Ergebnis der Untersuchungen rapportieren wir der Bündner Staatsanwaltschaft, die entscheidet, ob es sich um eine Widerhandlung handelt», erklärt Senti.

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