Schlange weg, Haus aber auch – Mann fackelte wegen Schlange versehentlich sein Haus ab
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Schlange weg, Haus aber auchMann fackelte wegen Schlange versehentlich sein Haus ab

Schlangen mögen keinen Rauch. Und verstecken sich in den USA zum Überwintern auch gerne mal in Kellern. Ein Hausbesitzer im US-Bundesstaat Maryland wollte sich von der Plage befreien – sein Plan dafür ging furchtbar schief.

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75 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, das Feuer zu löschen.

75 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, das Feuer zu löschen.

Twitter.com/mcfrsPIO/Pete Piringer
Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. 

Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Twitter.com/mcfrsPIO/Pete Piringer
Das ist vom Haus übrig geblieben.

Das ist vom Haus übrig geblieben.

Twitter.com/mcfrsPIO/Pete Piringer

Darum gehts

  • Schlange weg, Haus in Schutt und Asche.

  • Das ist das Ergebnis eines Versuchs eines Mannes, sein Haus von mehreren Schlangen zu befreien.

  • Das Malheur mit hohem Sachschaden ereignete sich Ende November im US-Bundesstaat Maryland.

  • Eine Schlange wurde noch lebend entdeckt und ausgesetzt.

Weil er davon ausging, Schlangen durch Rauch vertreiben zu können, hat ein Mann im US-Staat Maryland sein Haus versehentlich abgefackelt. Der Feuerwehrsprecher von Montgomery County, Pete Piringer, twitterte am Freitag, es werde angenommen, dass die für die Rauchentwicklung im Keller vom Hausbesitzer entzündeten Kohle zu dicht an brennbaren Materialien gelegen hätten. Bei dem dann entstandenen Grossbrand sei das Haus – bereits am 23. November – komplett zerstört worden. Menschen seien nicht verletzt worden. 75 Feuerwehrleute waren mit dem Löschen beschäftigt.

Piringer sagte der «Washington Post», bei den Schlangen habe es sich wohl um – ungiftige – Erdnattern gehandelt. Davon habe es in dem Haus wohl unzählige gegeben. Es seien aber nur die Überreste einer Schlange in der Asche entdeckt worden. Eine weitere Schlange sei lebend gefunden worden. «Sie kam aus dem Fundament heraus», sagte Piringer. Das Reptil sei eingefangen und im nahe gelegenen Wald ausgesetzt worden. Die übrigen Schlangen seien tot, unter den Trümmern versteckt oder hätten sich davongemacht. Dass sich Schlangen im Keller einnisten, ist den Angaben zufolge vor allem in kalten Wintern nicht ungewöhnlich.

Emily Taylor, Professorin an der Kalifornischen Polytechnischen Universität, sagte der «Washington Post», Schlangen hätten zwar einen ausgeprägten Geruchssinn, doch angesichts der kalten Temperaturen in Maryland hätte der Rauch die Schlangen wahrscheinlich nicht zu grossen Bewegungen veranlasst, da sie sich im Grunde in einem Zustand tiefer Ruhe befunden hätten. «Sie werden sehr träge gewesen sein», sagte Taylor.

Zoologie-Experte John Kleopfer sagte, dass Schlangen ihre Zunge zum Riechen benutzten. Wenn sie Rauch riechen würden, versuchten sie unterzutauchen oder zu fliehen. Aber dies sei nur vorübergehend. «Sie werden zurückkommen.» Er habe noch nie gehört, dass jemand versucht habe, Schlangen in einem Haus auszuräuchern. Er empfehle das nicht.

Wildtierbiologe Dan Rauch sagte der Zeitung: «Ich empfehle auf jeden Fall etwas anderes für den Umgang mit Schlangen – angefangen damit, einen Fachmann zu rufen.»

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(DPA)

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