Voyeur im Oberwallis – Mann filmt auf öffentlichen WCs Hunderte Frauen mit Minikameras 

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Voyeur im OberwallisMann filmt auf öffentlichen WCs Hunderte Frauen mit Minikameras 

In verschiedenen Damentoiletten im Oberwallis hat ein 54-Jähriger Frauen heimlich gefilmt und fotografiert. Nun wurde er dafür per Strafbefehl verurteilt.

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Ein Oberwalliser filmte zahlreiche Frauen heimlich auf öffentlichen Toiletten. (Symbolbild)

Ein Oberwalliser filmte zahlreiche Frauen heimlich auf öffentlichen Toiletten. (Symbolbild)

imago images/Andreas Haas
Für seine Straftaten verwendete er Minikameras. (Symbolbild)

Für seine Straftaten verwendete er Minikameras. (Symbolbild)

Getty Images/iStockphoto
Diese brachte er jeweils auf Höhe des Waschbeckens an. (Symbolbild) 

Diese brachte er jeweils auf Höhe des Waschbeckens an. (Symbolbild) 

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Darum gehts

  • In diversen Frauen-WCs im Oberwallis hat ein Mann Minikameras angebracht und Frauen so heimlich gefilmt. 

  • Insgesamt 379 Filme und Fotos von verschiedenen Frauen sollen auf den Datenträgern gefunden worden sein.

  • Die Staatsanwaltschaft hat den Voyeur nun zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. 

In diversen Damentoiletten im Oberwallis, unter anderem in einer Bergstation und einem Restaurant, versteckte ein 54-jähriger Oberwalliser immer wieder Minikameras. Zwischen Anfang und Mitte 2020 soll er mindestens 30 bis 40 Mal Frauen heimlich gefilmt haben, indem er die Aufnahmegeräte auf Höhe der Waschbecken installierte, wie der «Walliser Bote» berichtet. Gemäss Strafbefehl, welcher der Zeitung vorliegt, schaute sich der Mann die Filme und Fotos zu Hause an und speicherte sie ab. Insgesamt 379 Filme und Fotos von verschiedenen Frauen sollen auf den Datenträgern gefunden worden sein.

Wie es weiter im Strafbefehl heisst, soll der Mann vor seinen Straftaten in den Frauen-WCs während Jahren im Internet zoophile und pädophile Filme konsumiert haben. Insbesondere der Konsum von sodomitischen und pornografischen Inhalten mit Minderjährigen soll ihn sexuell erregt haben. Irgendwann habe er eine Steigerung gebraucht und sich zu den Aufnahmen auf den Damentoiletten entschlossen. 

Die Staatsanwaltschaft hat den Voyeur der mehrfachen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte, des geringfügigen Diebstahls, des mehrfachen Hausfriedensbruchs und der mehrfachen Pornografie schuldig gesprochen. Er muss eine Geldstrafe von 165 Tagessätzen zu 80 Franken bezahlen, mit einer Probezeit von zwei Jahren. Überdies wurde ihm eine Busse von 600 Franken auferlegt. Der Beschuldigte hat das Urteil akzeptiert; es ist somit rechtskräftig. 

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(sul)

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