Jordanien: Mann verletzt Schweizer Touristin mit Messer
Aktualisiert

JordanienMann verletzt Schweizer Touristin mit Messer

Eine Touristengruppe mit Reiseleiter wurde in Jordanien von einem Mann mit Messer angegriffen. Eine Schweizerin wurde verletzt.

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Eine Schweizerin ist bei einer Messerattacke in Jerasch, Jordanien, verletzt worden.

Eine Schweizerin ist bei einer Messerattacke in Jerasch, Jordanien, verletzt worden.

Reuters/Muhammad Hamed
Drei mexikanische Touristen, ein Reiseleiter und ein Sicherheitsbeamter wurden ebenfalls verletzt.

Drei mexikanische Touristen, ein Reiseleiter und ein Sicherheitsbeamter wurden ebenfalls verletzt.

Reuters/Muhammad Hamed
Der Angreifer wurde festgenommen.

Der Angreifer wurde festgenommen.

Keystone/AP/Nasser Nasser

Bei einem Messerangriff auf Touristen in Jordanien sind acht Menschen verletzt worden. Unter den Opfern des Angriffs am Mittwoch in der antiken Römerstätte von Gerasa im Norden des Landes seien drei Mexikaner, eine Schweizerin und vier Jordanier, erklärte Gesundheitsminister Saad Dschaber. Der Angreifer wurde festgenommen. Sein Tatmotiv war unklar.

Wie aus jordanischen Sicherheitskreisen verlautete, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 22-Jährigen aus einem nahegelegenen palästinensischen Flüchtlingslager.

«Er hat kein Wort gesagt»

Nach Behördenangaben waren unter den Verletzten ein einheimischer Touristenführer und ein Sicherheitsbeamter, die sich dem Angreifer in den Weg gestellt hatten. Das Aussendepartement (EDA) in Bern bestätigte am Mittwochnachmittag, dass «eine Person mit Schweizer Staatsangehörigkeit» beim Angriff verletzt worden sei. «Die Schweizer Vertretung in Amman unterstützt die betroffene Person im Rahmen des konsularischen Schutzes», heisst es.

Der jordanische Reiseleiter Suheir Sreikat, der den Angriff beobachtete, beschrieb den Angreifer als bärtigen und schwarz gekleideten jungen Mann, der plötzlich mit dem Messer auf die Touristen losgegangen sei. «Wir haben ihn verfolgt, bis wir ihn ergreifen und zu Boden bringen konnten», berichtete Sreikat. Bis die Polizei angekommen sei, habe er kein Wort gesagt.

Angriff im Dezember 2016

Es ist nicht das erste Mal, dass Urlaubsorte in Jordanien von Angreifern ins Visier genommen wurden. Im Dezember 2016 waren bei einem Angriff in der jordanischen Touristenstadt Karak zehn Menschen getötet worden, darunter eine kanadische Touristin. Damals hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Tat für sich beansprucht.

Der Tourismus gehört mit einem Anteil von rund 14 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu den Schlüsselsektoren der jordanischen Wirtschaft. Landesweit gibt es zahlreiche archäologische und historische Stätten. (sda)

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