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QuicklebendigMann holt sich 9,7-Meter-Bandwurm aus dem Po

Er hatte sich bereits vollständig entleert. Doch das Gefühl an seinem Anus behauptete das Gegenteil – und tatsächlich: Da bewegte sich etwas.

von
Fee Riebeling
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Voilà: Hier der 9,7 Meter lange Bandwurm, den sich Kritsada Ratprachoom aus Udon Thani im Nordosten Thailands aus seinem Allerwertesten gezogen hat.

Voilà: Hier der 9,7 Meter lange Bandwurm, den sich Kritsada Ratprachoom aus Udon Thani im Nordosten Thailands aus seinem Allerwertesten gezogen hat.

Newsflare
Nachdem er die entsprechenden Beweisbilder auf Facebook gepostet hatte, kamen schnell Vergleiche mit Udon-Nudeln auf.

Nachdem er die entsprechenden Beweisbilder auf Facebook gepostet hatte, kamen schnell Vergleiche mit Udon-Nudeln auf.

iStock/Gmvozd
Den noch quicklebendigen Fund selbst spülte Ratprachoom das WC hinunter.

Den noch quicklebendigen Fund selbst spülte Ratprachoom das WC hinunter.

iStock/Carlo107

Der Moment, in dem der eigene Darm darauf aufmerksam macht, dass er jetzt sofort geleert werden möchte, ist unangenehm. Noch unschöner dürfte aber der Augenblick sein, in dem man realisiert, dass nicht nur Kot den Weg nach draussen sucht, sondern auch ein Bandwurm – ein lebendiger von rund 9 Metern Länge.

Genau das ist Kritsada Ratprachoom aus Udon Thani im Nordosten Thailands passiert. Der 44-Jährige hatte gerade seinen Nachwuchs zur Schule gebracht, als er zweimal hintereinander zur Toilette eilen musste. Doch das merkwürdige Gefühl am Darmausgang wollte einfach nicht verschwinden, wie er Metro.co.uk erzählte: «Es fühlte sich an, als wäre da noch etwas.»

Ratprachoom kontrollierte seinen Schliessmuskel. Und er realisierte, «dass da etwas aus meinem Hintern ragte».

Ein Wurm wie Udon-Nudeln

Trotz dieser Entdeckung blieb der Thailänder entspannt – weil er zunächst dachte, dass es ein Teil eines chirurgischen Instruments sein könnte, das bei seiner erst eine Woche zurückliegenden Blinddarm-Operation in seinem Körper vergessen worden war.

Doch als er an dem herausragenden Ende zog – und zog und zog und zog – erkannte er seinen Fehler. Denn die vermeintliche Schnur entpuppte sich als ziemlich langer und quicklebendiger Bandwurm, wie ihm eine befreundete Krankenschwester kurz darauf erklärte. Der Parasit bewegte sich sogar noch:

Einen Arzt konsultierte der 44-Jährige danach nicht mehr. Stattdessen machte er rasch ein paar Fotos, die er auf Facebook postete. Dort kamen schnell Vergleiche mit Udon-Nudeln auf, wie Iflscience.com schreibt. Den Fund selbst spülte er das WC hinunter.

Übertragungsweg? Unbekannt!

Wie und wo sich der Fotograf den Bandwurm eingefangen hat, ist nicht überliefert. Am wahrscheinlichsten ist es, dass er den Parasiten über die Nahrung aufgenommen hat; über rohes Fleisch oder rohen Fisch etwa. Auch verunreinigtes Wasser könnte die Ursache sein.

Ein Befall mit Bandwürmern kann verschiedene Folgen haben. Diese reichen von Durchfall und Bauchschmerzen bis hin zu Gewichtsabnahme und Erbrechen. Manche Arten können aber auch schwere Schäden verursachen, die unbehandelt zum Tod führen können.

In der Schweiz ist zum Beispiel der Fuchsbandwurm weitverbreitet. Experten gehen davon aus, dass jeder zweite Fuchs von ihm befallen ist. Das Problem: Der Parasit nistet sich in der Leber ein, wo er sich wie ein bösartiger Tumor verhält.

Entsprechend sollte man, sollte man befürchten, sich einen Bandwurm eingefangen zu haben, unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Riesen-Bandwurm entfernt

Zwei Monate litt ein Mann in Indien an Bauchschmerzen und Antriebslosigkeit, bevor Ärzte einen enormen Schweinebandwurm aus ihm herauszogen. (Video: NEJM)

Was passiert, wenn der Wurm nicht allein den Weg aus dem Körper findet, zeigt dieses Video aus einem indischen Spital. (Video: Cyriac A. Philips/Amrish Sahney)

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