Aktualisiert 27.07.2015 10:07

Spurlos verschwunden«Mann in schwarzem PW» soll Katzen entführt haben

Katzenbesitzer im Rheintal sind ratlos: Seit mehreren Wochen verschwinden Katzen spurlos. Einige Besitzer greifen auch zu unkonventionellen Methoden.

von
jeh
Alexa Weder vermisst ihre Katze Punky seit rund drei Wochen.

Alexa Weder vermisst ihre Katze Punky seit rund drei Wochen.

Alexa Weder aus Diepoldsau ist verzweifelt. Seit drei Wochen vermisst die 27-Jährige ihre Katze Punky. «Als wir aus den Ferien zurückkamen, war sie verschwunden», sagt Weder. Doch Weder ist nicht allein. Wie sie sagt, sind im letzten Monat alleine in der Region Widnau mindestens 17 Katzen vermisst gemeldet worden. «Es ist einfach krass», so Weder. Auf der Facebook-Seite des Tierschutzvereins Rheintal beobachtet sie, wie fast jeden Tag neue Vermisstmeldungen eingehen. Die Stimmung unter Katzenhaltern in der Region sei deshalb sehr angespannt.

Seherin sah schwarzes Auto

In ihrer Verzweiflung greifen Katzenhalter zu unkonventionellen Suchmethoden. Andrea Kurz aus Widnau vermisst seit Mitte Juli ihren Kater Pablo. «Ich habe bei einer Seherin angerufen. Diese hat mir erzählt, dass ein Mann mit einem schwarzen Auto alle Katzen im Umkreis von zehn bis zwölf Kilometern mitnehme», sagt Kurz zum «St. Galler Tagblatt». Die Geschichte vom Mann im schwarzen Auto macht seither im Rheintal die Runde, wie auch Alexa Weder bestätigt. «Wichtig ist, dass wir alle die Augen offen haben und auf die Tiere aufpassen», sagt sie.

Andrea Kurz ist auf ihrer Suche nach ihrem Pablo noch einen Schritt weiter gegangen: Sie hat Kontakt mit einer Tierkommunikatorin aufgenommen. «Diese kann mental mit Tieren kommunizieren. Sogar wenn sie tot sind. Vielleicht sagt ihr die Katze, wie es ihr geht», sagt Kurz.

Tierschützer eher zurückhaltend

Auch den Tierschützern sind die vielen Vermisstmeldungen nicht entgangen. Wie Jennifer Pizzeghello vom Tierschutzverein Rheintal sagt, habe man mehrere vage Hinweise auf einen Katzensammler erhalten. «Wir wollen aber niemanden beschuldigen. Wenn wir keine genauen Hinweise haben, können wir auch nichts machen», so Pizzeghello zu 20 Minuten.

Gerade bei den hohen Sommertemperaturen würden sich die Katzen häufig im Freien aufhalten. «Dann werden sie schnell als vermisst gemeldet», so Pizzeghello. Trotzdem sei es auffällig, wie viele Katzen verschwunden seien. «Genaue Zahlen haben wir allerdings nicht», sagt die Tierschützerin.

Alexa Weder hofft auf etwas mehr Engagement seitens der Tierschützer. «Man kann doch nicht einfach tatenlos zusehen, wenn so viele Katzen verschwinden», sagt die Pflegefachfrau.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.