Australien: Mann isst Erdbeeren und hat Stecknadeln im Magen
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AustralienMann isst Erdbeeren und hat Stecknadeln im Magen

In verschiedenen Läden in Australien wurden in Erdbeeren Stecknadeln gefunden. Die Polizei ermittelt.

von
dmo
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Die Polizei veröffentlichte am 14. September 2018 ein Bild in Zusammenhang mit Stecknadelfunden in Erdbeeren in einem Supermarkt.

Die Polizei veröffentlichte am 14. September 2018 ein Bild in Zusammenhang mit Stecknadelfunden in Erdbeeren in einem Supermarkt.

epa/Queensland Police Handout
Die ersten Funde tauchten im Bundestaat Queensland auf. Wenige Tage später erreichte die  Aufregung über Stecknadeln in abgepackten Erdbeeren auch das benachbarte Neuseeland.

Die ersten Funde tauchten im Bundestaat Queensland auf. Wenige Tage später erreichte die Aufregung über Stecknadeln in abgepackten Erdbeeren auch das benachbarte Neuseeland.

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Bis Ende September sind bei der australischen Polizei über 100 Anzeigen aus allen sechs Bundesstaaten eingegangen. Dabei wird eines klar: Es gibt nun zahlreiche Nachahmer.

Bis Ende September sind bei der australischen Polizei über 100 Anzeigen aus allen sechs Bundesstaaten eingegangen. Dabei wird eines klar: Es gibt nun zahlreiche Nachahmer.

Erik Anderson

Der Fund von Stecknadeln in Supermarkt-Erdbeeren hat die australischen Behörden in Alarmstimmung versetzt. Der Bundesstaat Queensland setzte eine Belohnung in Höhe von 100'000 australischen Dollar (69'000 Franken) auf Hinweise zu den Tätern aus.

Zuvor war ein Mann mit heftigen Bauchschmerzen ins Spital eingeliefert worden, nachdem er Erdbeeren aus einem Supermarkt in Queensland verzehrt hatte. In seinem Bauch wurden Stecknadeln gefunden. Auch

Gefährdung einer ganzen Industrie

Seitdem wurden mehrere weitere Stecknadel-Funde auch in anderen australischen Bundesstaaten gemeldet. Mehrere Produzenten zogen ihre Früchte aus Sicherheitsgründen vom Markt zurück.

«Wer immer auch dahintersteckt, er gefährdet nicht nur Familien, sondern eine ganze Industrie», sagte Queenslands Premierministerin Annastacia Palaszczuk am Samstag. Sie forderte mögliche Zeugen auf, sich sofort an die Polizei zu wenden, falls sie Hinweise auf die Täter geben könnten.

Umsatz von rund 110 Millionen Franken

Ein Polizeisprecher sagte dem Sender ABC, Ziel des oder der Täter sei es ganz offensichtlich, jemanden zu verletzen. Australiens Gesundheitsminister Greg Hunt sprach von einem «sehr bösartigen Verbrechen».

Die Vereinigung der Erdbeerproduzenten von Queensland spekulierte, ein verärgerter früherer Arbeiter könne für die Tat verantwortlich sein. Die Erdbeerproduzenten des Bundesstaates machen einen Jahresumsatz von umgerechnet rund 110 Millionen Franken. (dmo/sda)

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