Kaltbrunn SG: Mann kassiert Busse, weil er Enten aufschreckte

Aktualisiert

Kaltbrunn SGMann kassiert Busse, weil er Enten aufschreckte

Im Kaltbrunner Riet startete ein Zürcher seinen Heissluftballon. Dabei verjagte er ein Reh und mehrere Enten. Nun gab es dafür Post von der Staatsanwaltschaft.

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Im Kaltbrunner Riet startete ein Mann aus dem Kanton Zürich im April diesen Jahres seinen Heissluftballon.

Im Kaltbrunner Riet startete ein Mann aus dem Kanton Zürich im April diesen Jahres seinen Heissluftballon.

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Das Kaltbrunner Riet ist ein Naturschutzgebiet. Genau das wurde dem Mann zum Verhängnis.

Das Kaltbrunner Riet ist ein Naturschutzgebiet. Genau das wurde dem Mann zum Verhängnis.

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Es ist nicht das erste Mal, dass das Kaltbrunner Riet zum Fall für die St. Galler Staatsanwaltschaft wird. Ein Hochzeitsvideo, das im Oktober 2017 gedreht wurde, sorgte für sechs Strafbefehle. Mit wehendem Haar reitet die Braut über das Kaltbrunner Riet...

Es ist nicht das erste Mal, dass das Kaltbrunner Riet zum Fall für die St. Galler Staatsanwaltschaft wird. Ein Hochzeitsvideo, das im Oktober 2017 gedreht wurde, sorgte für sechs Strafbefehle. Mit wehendem Haar reitet die Braut über das Kaltbrunner Riet...

Screenshot Mauve Pictures/Tonio Krüger

Wie eine gemütliche Ballonfahrt zum Fall für die St. Galler Staatsanwaltschaft wurde, zeigt die Geschichte eines Zürchers, der seinen Ballon im April diesen Jahres im Kaltbrunner Riet startete. Wie die «Zürichsee-Zeitung» schreibt, fuhr der Mann sein Auto samt Ballonanhänger für den Start über die Ewigkeitsstrasse auf den Unteren Rietweg, vorbei an einer Naturschutzgebietstafel. Auf einer grossen Wiese hob er dann in seinem Heissluftballon ab. Dazu heisst es im Strafbefehl, den der Beschuldigte kassierte: «Während des Ballonstarts flüchtete ein Reh, zahlreiche Entenvögel flogen davon.»

Mit seiner Aktion verstiess der Mann gegen das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel. Mittels Strafbefehl wurde er zu einer Busse von 600 Franken verdonnert. Hinzu kommen Gebühren in Höhe von 400 Franken. Der Mann hat den Strafbefehl akzeptiert, inzwischen ist dieser rechtskräftig. Und das, obwohl der Ballonfahrer nicht wusste, dass die Wiese, auf der er startete, bereits zum Naturschutzgebiet gehört. Die Tafel hatte er offenbar übersehen.

Romantische Szenen für die Staatsanwaltschaft

Auch mit dem Hochzeitsvideo von Björn und Larissa Häsler, das im Oktober 2017 im Kaltbrunner Riet gedreht wurde, musste sich die St. Galler Staatsanwaltschaft schon beschäftigen.

Paar musste wegen Hochzeitsfilm zum Verhör

Video: Tamedia/Mauve Pictures

Die Filmcrew ist mit dem Brautpaar befreundet und drehte den Film als Hochzeitsgeschenk. (Video: Tamedia Webvideo mit Material von Mauve Pictures)

Die Braut reitet im cremefarbenen Kleid durch die sonnenbeschienene Landschaft. Nur ist Reiten im Naturschutzgebiet Kaltbrunner Riet verboten. Zudem standen beim Dreh Autos im Fahrverbot, auch Wegmarkierungen wurden missachtet. Aus der Aktion resultierten sechs Strafbefehle. Die Bussen betragen inklusive Verfahrenskosten jeweils 400 Franken. Etwas härter trifft es den Chef der Filmcrew, der 550 Franken bezahlen musste. Damals wie auch im aktuellen Fall hatten Personen, die sich regelmässig im Kaltbrunner Riet aufhalten, die Verstösse beobachtet und dokumentiert.

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