Aktualisiert 20.08.2013 13:21

Tödliches UnglückMann kommt trotz SBB-Betreuung unter Zug

Am Sonntag ist in Lausanne ein Mann von einem Zug überrollt und getötet worden. Weil er betrunken war, hatten ihn SBB-Angestellte aus dem Zug begleitet und am Perron auf eine Bank gesetzt.

von
lüs
Hier passierte der tödliche Unfall eines betrunkenen Zugpassagiers.

Hier passierte der tödliche Unfall eines betrunkenen Zugpassagiers.

Tragischer Vorfall am Sonntagnachmittag im Bahnhof Lausanne: Ein Mann fiel auf ein Gleis – genau in dem Moment, als der Zug losfuhr. «Wir haben das alles beobachtet und geschrien, doch es war zu spät», sagt eine Leser-Reporterin zu 20 minutes.

Der Zug hat dem Mann die Beine abgetrennt. «Polizisten waren sofort vor Ort, sie waren entsetzt vom Bild, das sich ihnen bot», so die Leser-Reporterin. Das Opfer starb kurz darauf auf der Unfallstelle. Es handelt sich um einen 64-jährigen Polen.

Opfer war im Zug gestürzt

Gemäss ersten Erkenntnissen der Waadtländer Polizei war der Mann kurz vor dem Vorfall im Intercity, mit dem er nach Lausanne gefahren war, noch von SBB-Personal betreut worden. «Am gleichen Tag wurde der Mann leicht verletzt, als er sich im Interregio zwischen Genf und Luzern den Kopf stiess», sagt Philippe Jaton, Sprecher der Kantonspolizei Waadt. Nachdem er in Freiburg von Polizisten befragt worden sei, sei er zu einem Sitzplatz im Intercity Richtung Lausanne gebracht worden.

Als der Zug dort eintraf, weckte das Zugpersonal den Mann. Ein SBB-Angestellter half ihm beim Aussteigen und brachte ihn zu einer Sitzbank auf dem Perron, wo der Mann Platz nahm. Als der Zug kurz darauf losfahren wollte, sei der Mann mit unsicheren Schritten in Richtung des Zugs gegangen, so Jaton. Er habe versucht, den Zug zu besteigen, bevor er aufs Gleis stürzte und vom Zug erfasst wurde.

Der SBB-Angestellte, der den Mann begleitet hatte, war in den Zug zurückgekehrt. Die SBB wollten sich auf Anfrage nicht zum Vorfall äussern. Die genauen Umstände des Unfalls werden untersucht.

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