Reussbühl LU: Mann lag in Boxershorts tot vor dem Haus

Aktualisiert

Reussbühl LUMann lag in Boxershorts tot vor dem Haus

Ein junger Mann ist am Samstagmorgen vor seiner Wohnung in Reussbühl tot aufgefunden worden. Freunde des Toten sprechen von einem Gewaltverbrechen – die Polizei ermittelt.

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as/dag
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Der 31-Jährige wurde am frühen Samstagmorgen vor seiner Wohnung tot aufgefunden.

Der 31-Jährige wurde am frühen Samstagmorgen vor seiner Wohnung tot aufgefunden.

20 Minuten/as
Einem Augenzeugen zufolge soll er zuvor Streit mit einem Hausbewohner gehabt haben.

Einem Augenzeugen zufolge soll er zuvor Streit mit einem Hausbewohner gehabt haben.

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Viele Freunde, Verwandte und Bekannte haben am Sonntag Gedenkkerzen und Blumen am Unfallort niedergelegt.

Viele Freunde, Verwandte und Bekannte haben am Sonntag Gedenkkerzen und Blumen am Unfallort niedergelegt.

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Sonntagnachmittag in Reussbühl: Rund ein Dutzend junger Leute trifft sich vor einem Wohnhaus in einer Seitenstrasse, nicht weit entfernt vom Emmer Seetalplatz. Die Stimmung ist zutiefst bedrückt. Die Männer und Frauen umarmen sich und sprechen sich gegenseitig Mut zu; einige weinen. Dann legen sie Kerzen und Blumengestecke vor den Eingang des älteren Mehrfamilienhauses. Die Trauernden sind Freunde von R.B*. Der 31-jährige Mann mit angolanischen Wurzeln ist am Samstagmorgen, direkt vor dem Hauseingang, tot aufgefunden worden. Eine Freundin, die den Verstorbenen schon seit der Kindheit kennt, sagt: «Es ist einfach unfassbar traurig.»

Streit mit Hausbewohner?

Der Tod von R.B, der Vater zweier Kinder sein soll, wirft Rätsel auf. Wie der Mann ums Leben kam, ist zurzeit nämlich noch völlig unklar. Einer der trauernden Freunden sagt, R.B. sei nur mit Boxershorts bekleidet aufgefunden worden. Zudem sei er am Freitagabend, also nur wenige Stunden vor seinem Tod, noch im Ausgang gewesen. Zwei Leute glauben zu wissen, dass der Mann mit einem Messer niedergestochen wurde. Wie die «Neue Luzerner Zeitung» schreibt, soll sich das Opfer kurz vor seinem Tod mit einem Hausbewohner gestritten haben.

Fiel R.B. einem brutalen Gewaltverbrechen zum Opfer? Oder traf der Tod entgegen der Vermutungen seiner Freunde ohne Dritteinwirkung ein? Die Luzerner Polizei wollte sich auf Anfrage noch nicht zum Fall äussern. Eine Sprecherin kündigte «voraussichtlich» für Montag weitere Informationen an.

Die Betroffenheit ist gross

Derweil sorgt der Tod des jungen Mannes auch im Internet für zahlreiche Reaktionen: Viele Bekannte des Verstorbenen teilen ihre Beileidsbekundungen mit dem Verstorbenen und seiner Familie auf Facebook. «Du warst für mich wie ein Bruder», schreibt einer.

*Name der Redaktion bekannt.

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