Emmental : Mann missbrauchte über Jahre Tochter der Ex-Frau
Aktualisiert

Emmental Mann missbrauchte über Jahre Tochter der Ex-Frau

Ein Pakistaner hat über zwei Jahre lang die damals 7-jährige Tochter seiner Ex-Frau sexuell missbraucht. Nun wird er des Landes verwiesen.

von
sul
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Weil er die Tochter seiner zweiten Ehefrau sexuell missbraucht hat, muss ein Pakistaner die Schweiz verlassen.

Weil er die Tochter seiner zweiten Ehefrau sexuell missbraucht hat, muss ein Pakistaner die Schweiz verlassen.

Stevanovicigor
Im November 2017 hatte ihn das Obergericht zu einer teilbedingten Haftstrafe von 36 Monaten verurteilt.

Im November 2017 hatte ihn das Obergericht zu einer teilbedingten Haftstrafe von 36 Monaten verurteilt.

Keystone/Peter Klaunzer
Im Januar wurde er aus dem Regionalgefängnis in Burgdorf (links) entlassen.

Im Januar wurde er aus dem Regionalgefängnis in Burgdorf (links) entlassen.

Keystone/Marcel Bieri

Ein 46-jähriger Pakistaner muss die Schweiz verlassen. Der Grund für die Ausschaffung wiegt schwer: Der Mann missbrauchte die damals siebenjährige Tochter seiner zweiten Ehefrau. Während mehr als zwei Jahren verging er sich immer wieder an dem Kind. Bereits im November 2017 hatte ihn das Obergericht deswegen zu einer teilbedingten Haftstrafe von 36 Monaten verurteilt. Im Januar wurde er aus dem Gefängnis entlassen.

Gegen den Landesverweis, der nun erfolgen soll, wehrte sich der Mann. Bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern reichte er Beschwerde ein. Doch auch das Verwaltungsgericht als letzte kantonale Instanz kam zum Schluss, dass dem Pakistaner die Niederlassungsbewilligung zu entziehen sei, wie die «Berner Zeitung» (Abo-Artikel) berichtet.

Öffentliches Interesse überwiegt

Obwohl der Mann seit 25 Jahren in der Schweiz lebt, sei die Ausweisung respektive die Rückkehr in sein Heimatland zumutbar, heisst es im Urteil. So sei die Beziehung zu seinen beiden 16- und 17-jährigen Söhnen aus erster Ehe, die der Mann als Grund für einen Verbleib in der Schweiz nennt, zwar intakt. Jedoch habe die Mutter das Sorgerecht und er seit 2003 nicht mehr mit den Kindern zusammengelebt.

Laut dem Verwaltungsgericht überwiegt das öffentliche Interesse an einer Wegweisung letztlich gegenüber dem privaten Interesse des Mannes. Auch wegen der Rückfallgefahr: «Bei schweren Straftaten, wozu insbesondere Sexualdelikte zählen, muss angesichts der potenziellen Gefahr für die Gesellschaft ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden.»

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