Zürich: Mann mit Kind zieht Knabenschiessen-Besucherinnen über den Tisch

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ZürichMann mit Kind zieht Knabenschiessen-Besucherinnen über den Tisch

Ein Mann soll am Knabenschiessen Fahrchips für die Bahnen, die Mitarbeitende gratis erhalten, mit einem Vorwand verkauft haben.

von
Anna Ehrensberger
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Bei der «Maxximum 2» Bahn wurden am Montagabend zwei Schwestern von einem Vater angesprochen, der Fahrchips verkaufte. 

Bei der «Maxximum 2» Bahn wurden am Montagabend zwei Schwestern von einem Vater angesprochen, der Fahrchips verkaufte. 

20min/Taddeo Cerletti
Bei den Chips, die der Mann verkauft hat, handelt es sich um Karten, die an Helferinnen und Helfer verteilt wurden. Diese zu verkaufen, sei verboten, so Knabenschiessen-Sprecher Stefan Bachmann. 

Bei den Chips, die der Mann verkauft hat, handelt es sich um Karten, die an Helferinnen und Helfer verteilt wurden. Diese zu verkaufen, sei verboten, so Knabenschiessen-Sprecher Stefan Bachmann. 

20min/News-Scout
Bei der Kasse mussten die Schwestern auf ihre Karten noch fünf Franken drauf bezahlen, obwohl sie dem Mann die vollen 15 Franken bezahlt hatten. 

Bei der Kasse mussten die Schwestern auf ihre Karten noch fünf Franken drauf bezahlen, obwohl sie dem Mann die vollen 15 Franken bezahlt hatten. 

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Am Montagabend verkaufte ein Mann Fahrchips in der Schlange einer Knabenschiessen-Bahn.

  • Für die Chips verlangte er den vollen Fahrpreis von 15 Franken.

  • Ein News-Scout kaufte diese, musste aber bei der Kasse noch fünf Franken dazuzahlen.

  • Das Knabenschiessen erklärt gegenüber 20 Minuten, dass es sich dabei um Universalchips für Mitarbeitende und Helfende gehandelt hatte.

  • Diese zu verkaufen, sei verboten. 

Nina (22) und ihre Schwester (26) waren am Montag am Knabenschiessen. «Wir wollten ein paar Bahnen ausprobieren und uns einen tollen Abend machen.» Eine dieser Bahnen war die «Maxximum 2». «Die Schlange war lang.» In der Reihe wurden die Zürcherinnen dann von einem Mann mit zwei Kindern angesprochen. «Er bot uns zwei Fahrchips für je 15 Franken an.» Das ist der Preis eines Zutritts für die Bahn. Laut Nina sagte der Vater, dass die Kinder für die «Maxximum 2» leider zu klein seien und er deshalb die Chips nicht gebrauchen könne. «Weil der Mann uns leid tat, kauften wir ihm die Fahrscheine ab.»

Wie sich später herausstellte, waren die Chips, die sie gekauft hatten, aber nicht zum Verkauf gedacht. «Als wir vorne ankamen, mussten wir dann noch fünf Franken draufbezahlen, da unsere Scheine nur einen Wert von zehn Franken hatten.» Nina ist enttäuscht: «Ich hätte nie gedacht, dass der Vater uns so über den Tisch ziehen würde.»

Die Organisatoren des Knabenschiessens bestätigen die Gültigkeit dieser Chips gegenüber 20 Minuten. Jedoch werden diese nur in limitierter Anzahl an Mitarbeitende und Helferinnen und Helfer abgegeben, so Sprecher Stefan Bachmann. «Wir bedauern den Vorfall und werden ihm intern nachgehen.» Wie er sagt, ist der Verkauf der Chips verboten. Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, sich «niemals» auf solche Transaktionen einzulassen. 

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