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Jona SGMann onaniert auf seinem Balkon – Nachbarin zeigt ihn an

Eine Frau musste mit anschauen, wie ihr Nachbar auf seinem Balkon Hand anlegte. Wegen dieser Aktion wurde der Mann zu einer Geldstrafe verurteilt. 

von
Leo Butie
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Ein Mann onanierte Ende Oktober 2021 in Jona SG auf seinem Balkon (Symbolbild). 

Ein Mann onanierte Ende Oktober 2021 in Jona SG auf seinem Balkon (Symbolbild). 

imago/Harder
Eine Frau, die auf der gegenüberliegenden Seite wohnt, beobachtete den Akt und erstattete Anzeige (Symbolbild).

Eine Frau, die auf der gegenüberliegenden Seite wohnt, beobachtete den Akt und erstattete Anzeige (Symbolbild).

imago/Müller-Stauffenberg
Der Mann wurde per Strafbefehl zu einer Busse von 500 Franken verurteilt (Symbolbild).

Der Mann wurde per Strafbefehl zu einer Busse von 500 Franken verurteilt (Symbolbild).

PantherMedia / Makino Schröder

Darum gehts

  • Ein Mann aus Jona SG wurde von seiner Nachbarin angezeigt, weil er auf seinem Balkon masturbierte.

  • Diese beobachtete ihn von ihrem Balkon aus.

  • Per Strafbefehl wurde der Mann zu einer Geldstrafe verurteilt.

Ein in Jona SG wohnhafter Mann wurde von seiner Nachbarin angezeigt, weil er vor ihren Augen auf seinem Balkon masturbierte. Als Tatzeitpunkt wird ein Tag Ende Oktober letzten Jahres angegeben. Der Beschuldigte begab sich an jenem Nachmittag auf seinen Balkon, der sich im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses befindet. Gemäss Strafbefehl trug er dabei weder Unterhosen noch Hosen.

Alsdann manipulierte er während zwei bis drei Minuten an seinem Geschlechtsteil. Nach dem Orgasmus begab er sich unvermittelt wieder in seine Wohnung. Bei diesem Akt wurde der Mann jedoch von seiner Nachbarin beobachtet. Ihr Balkon befindet sich ebenfalls im dritten Stock auf der gegenüberliegenden Seite und sei weniger als 20 Meter entfernt vom Balkon des Beschuldigten. 

Anzeige eingereicht

Noch am selben Tag reichte die Frau eine Anzeige gegen den Beschuldigten ein. Laut dem Strafbefehl habe er sich strafbar gemacht, da er gemäss Artikel 198 des Schweizer Strafgesetzbuchs «vor jemandem, der dies nicht erwartete, eine sexuelle Handlung vorgenommen und dadurch Ärgernis erregte». Wer gegen diesen Artikel verstösst, wird auf Antrag mit Busse bestraft. 

Die Staatsanwaltschaft hat den Mann zu einer Busse von 500 Franken verurteilt. Inklusive Verfahrenskosten ergibt dies einen Rechnungsbetrag von 850 Franken. Gegen diesen Strafbefehl kann noch Einspruch erhoben werden.  

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