Von Rorschach nach Romanshorn: Mann onaniert im Thurbo-Zug
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Von Rorschach nach RomanshornMann onaniert im Thurbo-Zug

Schock für die 19-jährige Romina Stutz: Nachdem sie im Zug nach Romanshorn TG lange von einem Unbekannten beobachtet worden war, bemerkte sie plötzlich, dass dieser onanierte.

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taw
Ein Unbekannter onanierte im Zug von Rorschach nach Romanshorn.

Ein Unbekannter onanierte im Zug von Rorschach nach Romanshorn.

«Ich konnte es kaum glauben, es war unfassbar», sagt Romina Stutz über die Szene, die sich am Dienstag gegen 20.30 Uhr im Thurbo zwischen Rorschach und Romanshorn abspielte. «Ich bin eingestiegen und an einem unauffälligen Mann im Alter zwischen 30 und 40 vorbeigegangen», so die 19-Jährige. Auf einmal bemerkte Stutz, dass sie von ihm beobachtet wurde. «Als ich genauer hinsah, merkte ich, dass er sein Glied ausgepackt hatte und sich selbst befriedigte.»

Stutz war schockiert: «Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so etwas in einem Zug zu sehen bekomme. Es war ja auch gar nicht so spät am Abend und es hatte noch jüngere Leute im Zug.»

Er mache das öfters

Stutz sprach den Mann auf sein Handeln an. Dieser meinte dann nur, dass er das öfter mache, weil er den «Kick» brauche. Weil sie nicht wusste, was sie tun sollte, rief sie ihre Freundin an. Danach habe sie sich in ein anderes Abteil mit mehr Leuten gesetzt. Sie und der Mann sind dann beide in Romanshorn ausgestiegen.

Für die 19-Jährige ist klar: «Vor diesem Mann muss man warnen, vor allem Frauen, die am Abend allein unterwegs sind. Wer weiss, auf was für Ideen er sonst noch kommt.» Anzeige hat die gelernte Coiffeuse bisher nicht erstattet.

Anzeigen ermöglichen Bewegungsbild des Täters

«Wir haben keine Kenntnis von einem solchen Vorfall», sagt Thurbo-Sprecher Gallus Heuberger auf Anfrage von 20 Minuten. Wenn auch eher selten gebe es solche Vorfälle laut Heuberger ab und zu. Deswegen in den Zügen mehr Patrouillen durchzuführen, sei jedoch nicht verhältnismässig. «Wird man Zeuge von so etwas, ist es ratsam die Transportpolizei zu alarmieren. Die Nummer steht auf der Fensterglasscheibe des Zugs», so Heuberger. Dann kann man der Sache auch nachgehen.

Dem stimmt auch Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen zu. «Solche Leute sind oft Triebtäter und tun es wieder. Anhand von Anzeigen oder Meldungen lässt sich ein Bewegungsbild des Täters erstellen», so Krüsi. Je mehr Informationen die Polizei erhält, desto grösser sei auch die Chance, den Täter zu erwischen.

Die Konsequenzen einer solchen Tat hängen von verschiedenen Einflussfaktoren ab. «Das Motiv der Tat, ob er es schon mehrfach getan hat oder nur einmal, und wie stark man sich davon gestört fühlte, das alles spielt eine Rolle», so Krüsi.

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