Wohnsitz in Thailand: Mann reist mit 27 Kilo Gold aus – Zoll zwingt ihn, damit Steuern zu bezahlen

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Wohnsitz in ThailandMann reist mit 27 Kilo Gold aus – Zoll zwingt ihn, damit Steuern zu bezahlen

Ein Deutscher wollte mit 27,3 Kilo Gold im Gepäck nach Dubai fliegen und meldete das Edelmetall auch vorschriftsmässig an. Doch am Zoll musste er die Barren abgeben.

Das Gold, das er in Barren mitführte, hatte der deutsche Reisende ordnungsgemäss deklariert.

Das Gold, das er in Barren mitführte, hatte der deutsche Reisende ordnungsgemäss deklariert.

Zoll.de

Darum gehts

  • Am Flughafen Frankfurt am Main wollte ein Mann mit 27,3 Kilogramm Gold ausreisen.

  • Der Deutsche wollte damit seinen Lebensunterhalt in Thailand bestreiten.

  • Wegen offener Steuerforderungen wurde das Gold konfisziert.

Der deutsche Staatsbürger, der in Thailand wohnt, hatte die vom Edelmetallhändler Degussa hergestellten Goldbarren offen deklariert: Insgesamt 27,3 Kilogramm im Wert von rund 1,5 Millionen Euro wollte er am 4. Juli in seinem Handgepäck aus Frankfurt am Main auf den Flug nach Dubai mitnehmen. Er gab an, er wolle damit seinen Lebensunterhalt bestreiten, und konnte auch glaubhaft darlegen, dass er das Gold legal erworben habe, wie die deutschen Zollbehörden mitteilen.

So weit, so gut. Doch bei der Ausreise stellten die Zollbeamten fest, dass der Mann einem nordrhein-westfälischen Finanzamt seit 2019 über 1,4 Millionen Euro Einkommensteuer, Solidaritäts- sowie Säumniszuschläge schuldete. 

Hast du Schulden?

«Das Gold wurde im Rahmen der Vollstreckung der Forderung des nordrhein-westfälischen Finanzamts zur Sicherung der Begleichung der aktuellen Steuerschuld einbehalten», schreiben die Behörden. Sollte der Reisende die offene Steuerforderung binnen sechs Wochen nicht begleichen, werde das sichergestellte Gold zu deren Begleichung verwertet. 

(trx)

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