Heldentat in Zürich: Mann rettet Hund und Herrchen aus der Limmat

Aktualisiert

Heldentat in ZürichMann rettet Hund und Herrchen aus der Limmat

Mit einem beherzten Sprung in die kalte Limmat konnte ein Passant in Zürich eine Tragödie verhindern. Er rettete einen Mann mitsamt Hund kurz vor dem Elektrizitätswerk aus der reissenden Strömung.

von
jcg

Zürcher Nachtschwärmer wurden am Freitagabend Zeugen einer dramatischen Rettungsaktion beim Limmatwerk Letten im Kreis 10. Das Unglück nahm seinen Lauf, als ein Mann kurz nach 20.30 Uhr beim Lettensteg seinen Hund von der anderen Seite des Kanals zu sich rief. Der Hund gehorchte aufs Wort, sprang ins Wasser und schwamm zum anderen Ufer. An der senkrechten Kanalwand war für den Hund dann aber Endstation. Er konnte das Wasser nicht verlassen. Nun traf der Hundebesitzer in seiner Verzweiflung eine folgenschwere Entscheidung: In der Absicht, seinen Hund zu retten, sprang er ins Wasser.

Nun überschlugen sich laut Leser-Reporterin Cristina Pangrazzi die Ereignisse. Der Hundebesitzer geriet im nur 15 Grad warmen Wasser selber in Not und trieb mit seinem Hund rasch auf den Wassereinlass des Elektrizitätswerks zu. Dies bekam auch eine Gruppe junger Männer auf dem Lettensteg mit. Einer der Männer reagierte sofort und sprang seinerseits in den Kanal. Dem athletischen Schwimmer gelang es, nicht nur den Mann sondern auch den Hund zur senkrechten Kanalwand zu ziehen, wo ihnen die Leser-Reporterin einen Rettungsring zuwerfen konnte.

«Der Retter ist ein Held»

Mit vereinten Kräften gelang es schliesslich den jungen Männern, zuerst den Hundebesitzer und seinen Schützling herauszuziehen und dann den völlig erschöpften Helden. «Beide hatten total rote Haut», beschrieb Pangrazzi die beiden von der Kälte und der Strömung gezeichneten Männer. Auch der Hund sei sichtlich mitgenommen gewesen. Erst nach gutem Zureden seines Herrchens habe er aufgehört wie von Sinnen herumzurennen.

Zu diesem Zeitpunkt traf auch die inzwischen alarmierte Polizei ein. Zwar seien die Beamten sehr schnell vor Ort gewesen, versichert Pangrazzi. Trotzdem glaubt sie, dass es für den Besitzer und Hund wohl zu spät gewesen wäre. «Der Retter ist ein Held. Ohne ihn wären die Beiden jetzt tot», ist die Leser-Reporterin überzeugt.

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