Glimpflich verlaufen: Mann rettet Mädchen aus der Aare
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Glimpflich verlaufenMann rettet Mädchen aus der Aare

Schock im Bärenpark: Ein Mädchen stürzte von der Ufertreppe in die reissende Aare. Nun handeln die Verantwortlichen.

von
fw/meo
Hier passierte es: Ein Mädchen fiel ins Wasser.

Hier passierte es: Ein Mädchen fiel ins Wasser.

Die Ufertreppe des Bärenparks steht schon länger als Gefahrenzone in der Diskussion. Und nun ist es passiert: Ein elfjähriges Mädchen aus Locarno stürzte am Montagnachmittag in die Fluten der Aare. Der Fluss mit zurzeit hohem Wasserstand riss die Nichtschwimmerin mit.

«Ich war gerade am Arbeiten, als es passierte», sagt Zahntechniker Marc Schaer (52), der direkt bei der Nydeggbrücke am Aareufer wohnt und arbeitet. Sofort ging er raus in den Garten. «Ich sah ein Mädchen, das sich am Brückenpfeiler festklammerte», erzählt er. Sofort sei er zu ihm hinuntergestiegen und habe es aus den Fluten gezogen. «Sie hat mich fest umarmt und war ganz erschöpft.» Nur wenige Minuten später seien die Ambulanz und die Angehörigen des Kindes eingetroffen. «Das Mädchen ist mit dem Schrecken davongekommen», sagt Schaer.

Im Bärenpark wurde sofort gehandelt: Nur einen Tag nach dem Drama fand eine Begehung mit einer Baufirma statt. «Als Sofortmassnahme haben wir einen provisorischen Zaun in Auftrag gegeben», sagt Tierparkdirektor Bernd Schildger. Nächste Woche werde dieser montiert. Laut Sicherheits­direktor Reto Nause soll bis im Herbst eine definitive Lösung folgen.

Video: Sehen Sie hier, wie die BBC über die Aare berichtet. (fw/meo/20 Minuten)

Aare zu wild für englische Fans?

Badeunfälle drohen auch rund um den 17. August, wenn YB gegen Tottenham antritt und die englischen Fans der «Spurs» die Bundesstadt entern: «Ausländer sind sich der Gefahren beim Flussbaden oft nicht bewusst», so Thomas Rohrbach von der Sanitätspolizei Bern. Auf die Idee kommen, ins kühle Nass zu springen, könnten die Briten, weil BBC am Wochenende in einem Beitrag über den Badespass in der Aare berichtete. Die Reporterin nennt den Fluss «the coolest place to be» – von Gefahr kein Wort. «Es wäre gut, sie würden eine Warnung nachliefern», empfiehlt Rohrbach.

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