New York: Mann sass 25 Jahre unschuldig in Gefängnis
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New YorkMann sass 25 Jahre unschuldig in Gefängnis

Jonathan Fleming wurde wegen Mordes hinter Gitter gebracht, obwohl er zum Zeitpunkt der Tat mit seiner Mutter in Disney World war. Jetzt ist er nach einem Vierteljahrhundert freigekommen.

«Ich hatte immer den Glauben. Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird»: Jonathan Fleming sass 25 Jahre unschuldig hinter Gittern.

«Ich hatte immer den Glauben. Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird»: Jonathan Fleming sass 25 Jahre unschuldig hinter Gittern.

Nach 25 Jahren unschuldig in Haft ist ein Mann in New York freigekommen. Jonathan Fleming war eines Mordes beschuldigt worden, obwohl er zum Tatzeitpunkt gar nicht am Tatort, sondern weit weg gewesen war. Am Dienstag verliess der mittlerweile 51-Jährige als freier Mann das Gericht in Brooklyn. Mit Tränen in den Augen wurde er von Angehörigen empfangen, er umarmte seine Anwälte und seine Mutter und dankte Gott für die wiedererlangte Freiheit.

«Ich fühle mich wunderbar», sagte er. «Ich hatte immer den Glauben. Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird.» Der Freispruch erfolgte, nachdem eine zentrale Augenzeugin ihre Aussage widerrufen hatte und neue Zeugen und Indizien aufgetaucht waren, die auf einen anderen Täter hindeuten. Seit kurzem ist ein neuer Bezirksstaatsanwalt in Brooklyn im Amt, der fragwürdige Verurteilungen überprüfen lässt. Dabei wurde auch der Fall Flemings nochmals vorgenommen.

«Dann werde ich den Rest meines Lebens leben»

Fleming war vorgeworfen worden, am 15. August 1989 einen Freund erschossen zu haben. Hintergrund sollen Geldstreitigkeiten gewesen sein. Fleming war zum Zeitpunkt der Tat mit seiner Mutter in Disney World in Orlando, konnte Flugtickets, Videos und Postkarten von der Reise vorweisen. Eine Zeugin gab jedoch an, Fleming bei der Tat beobachtet zu haben. Die Staatsanwaltschaft unterstellte ihm, er sei für den Mord nach New York und anschliessend wieder zurückgeflogen,

Auf die Frage nach seinen weiteren Plänen antwortete Fleming am Dienstag: «Ich werde jetzt mit meiner Mutter und meiner Familie zu Abend essen. Und dann werde ich den Rest meines Lebens leben.» (sda)

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