Eschen (FL): Mann schlägt Scheibe ein und reanimiert Unfallopfer
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Eschen (FL)Mann schlägt Scheibe ein und reanimiert Unfallopfer

Der Liechtensteiner Lukas Haldner wurde kürzlich Zeuge eines Autounfalls und zögerte keine Sekunde: Sofort leistete er Erste Hilfe und reanimierte den Verletzten. Als Held fühlt er sich nicht.

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taw
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Der Liechtensteiner Lukas Haldner zögerte keine Sekunden und leistete bei einem Unfall sofort Erste Hilfe und reanimierte den Fahrer.

Der Liechtensteiner Lukas Haldner zögerte keine Sekunden und leistete bei einem Unfall sofort Erste Hilfe und reanimierte den Fahrer.

privat
Der Unfall ereignete sich am Freitag, 26. Oktober, in Eschen.

Der Unfall ereignete sich am Freitag, 26. Oktober, in Eschen.

Landespolizei Fürstentum Liechtenstein
Sein Arbeitgeber Frickbau AG ist sichtlich stolz auf den Mitarbeiter.

Sein Arbeitgeber Frickbau AG ist sichtlich stolz auf den Mitarbeiter.

Frickbau AG

Aus etwa 30 Metern Entfernung wurden Lukas Haldner und ein Arbeitskollege am Freitagmorgen, 26. Oktober, in Eschen (FL) Zeugen eines Unfalls. Der Lenker (60) erlitt offenbar während der Fahrt unvermittelt einen Herzstillstand und verlor in der Folge die Kontrolle über das Auto und prallte in abgestelltes Fahrzeug.

Ohne zu zögern rannten die beiden Männer zum Unfallopfer, verständigten die Polizei und schlugen die Autoscheibe ein, wie Fm1Today schreibt. Dann begann Haldner den Mann zu reanimieren. Damit hat er ihm wohl das Leben gerettet. Nach der Erste-Hilfe-Massnahmen vor Ort wurde der Mann durch den Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes ärztlich versorgt und ins Spital geflogen.

Getan, was getan werden musste

Als Held fühlt sich Haldner aber nicht. «Natürlich war es keine alltägliche Situation, aber ich bin deswegen kein Held. Ich war einfach per Zufall am richtigen Ort und konnte helfen», so der 30-Jährige bescheiden. Er habe in dem Moment einfach nur funktioniert und getan, was getan werden musste.

Angst, etwas falsch zu machen, hatte er nicht. Denn dank den Nothelfer-Wiederholungskursen, die Lastwagenfahrer regelmässig absolvieren, habe er genau gewusst, was zu tun ist und wie man Menschen reanimiert. Es sei schön zu wissen, dass sich diese Kursstunden offenbar gelohnt haben. Als Polizei und Rettungsdienst kamen, ging er wieder seiner eigenen Arbeit nach. Die Notärztin habe ihm dann gesagt, dass er und sein Kollege genau richtig gehandelt hätten.

Firma stolz auf Mitarbeiter

Tage nach dem Unfall bedankte sich die Familie des Verunfallten in einem Leserbrief bei Haldner. Der Mann ist mittlerweile ausser Lebensgefahr. Die Firma Frickbau AG, bei der Haldner arbeitet, hat den Leserbrief auf ihrer Facebook-Seite gepostet, auch sie seien sehr stolz auf ihren Mitarbeiter.

Von Bekannten und via Facebook erhält er viel Lob für sein beherztes Eingreifen. Das sei zwar schön, aber weit mehr gedient sei damit, wenn Leute daran denken, selbst wieder einmal einen Nothelferkurs zu besuchen, denn in so eine Situation wie er könne jeder jederzeit geraten und da sei es wichtig, zu wissen, wie man reagieren muss.

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