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Vor Freunden geprahltMann schwimmt betrunken von Kanada in die USA

Weil er aus Worten Taten machen wollte und wohl auch, weil er etwas zu tief ins Glas geschaut hatte, sprang ein Mann in den Detroit River, um ihn zu durchqueren. Er schaffte es. Nun droht ihm eine Busse.

Der Detroit River (hier mit Blick auf die Skyline von Detroit) ist eine natürliche Grenze zwischen den USA und Kanada und eigentlich nicht zum Schwimmen geeignet.

Der Detroit River (hier mit Blick auf die Skyline von Detroit) ist eine natürliche Grenze zwischen den USA und Kanada und eigentlich nicht zum Schwimmen geeignet.

Ein 47-jähriger Mann hat bei seinem Versuch, in angetrunkenem Zustand den Detroit River von Kanada aus in die USA zu durchschwimmen, eine internationale Rettungsaktion ausgelöst.

Eine Nachbarin im kanadischen Windsor alarmierte am Montagabend (Ortszeit) die Polizei, nachdem sie den 47-jährigen John Morillo aus den Augen verloren hatte. Neben der Polizei starteten auch die Küstenwachen des US-Staats Michigan und Kanadas einen Rettungseinsatz, nach Angaben der Zeitung «The Detroit News» wurden drei Boote und ein Hubschrauber entsandt.

Auf dem Rückweg entdeckt

Morillo schaffte es im Detroit River, der laut Behörden wegen der Strömung nicht zum Schwimmen geeignet ist, bis Detroit, wo er in der Nähe des Renaissance Centers in der Innenstadt aus dem Wasser stieg. Als ihn die US-Küstenwache gegen 00.50 Uhr (Ortszeit) am Dienstagmorgen entdeckte, befand sich Morillo bereits auf dem Rückweg nach Kanada.

Seine Schwimmaktion am Montagabend sei «wirklich dumm» gewesen, räumte Morillo gegenüber der Zeitung «The Windsor Star» ein. Im Nachhinein hätte er das nicht machen sollen. «Ich hatte getrunken, aber ich war nicht wirklich betrunken», sagte er. Seit Jahren habe er zu anderen gesagt, er werde den Detroit River durchschwimmen und sie hätten ihm das nicht geglaubt. Morillo entschied schliesslich am Montagabend, seinen Worten Taten folgen zu lassen.

Morillo wird nun Trunkenheit in der Öffentlichkeit vorgeworfen. Dem 47-Jährigen droht nach eigenen Angaben auch eine Geldstrafe zwischen 5000 und 25'000 Dollar - wegen Schwimmens in einer Fahrrinne. (sda)

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