Aktualisiert 14.03.2013 09:46

LeichentauschMann setzt falsche Ehefrau bei

Evan Davidson wusste von Anfang an, dass die Tote im Sarg nicht seine Frau war. Die Bestatter wiesen jedoch seine Bedenken zurück. Drei Tage später standen sie vor einem Riesenproblem.

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Evan Davidson ahnte sofort, dass etwas nicht stimmte. Am 1. März hatte der Mann aus Inglewood in Kalifornien seine geliebte Darlene beigesetzt. Drei Tage später wurde er ein zweites Mal ins Bestattungsinstitut bestellt, um die Frau, mit der er 51 Jahre verheiratet gewesen war, zu identifizieren. Davidson hatte den Bestattern von Anfang an gesagt, dass die Frau, die im Sarg lag, nicht seine Darlene war. Hatte er also Recht gehabt?

Als der 73-Jährige das erste Mal die Leiche der Verstorbenen identifizieren ging, zögerte er nicht lange und meinte: «Die sieht nicht aus wie meine Darlene.» In einem Interview mit dem TV-Sender KABC-TV erzählt Davidson jetzt, wie das Personal des Bestattungsinstituts jedoch versucht habe, ihn zu überzeugen, dass er sich täusche. Ihre Erklärung: Die Tote sei einbalsamiert worden und sehe daher etwas anders aus. Zudem sei Darlene Davidson vor ihrem Tod lange krank gewesen.

Leichentausch soll behoben werden

Doch die Bestatter irrten sich. Drei Tage nach dem Begräbnis meldete sich ein Angestellter des Simpson Family Mortuary bei Evan Davidson. Der Witwer solle so rasch wie möglich eine Leiche identifizieren. Im Raum nebenan mache die Tochter einer verstorbenen Frau einen Skandal, weil die Frau im Sarg nicht ihre Mutter sei. Davidson war sofort klar wieso: Die Tote war seine Darlene – und er hatte zuvor die Mutter einer Unbekannten begraben.

«Ich sah meine Frau und bin vor Schock fast umgefallen», so Davidson. Das Bestattungsinstitut bot den beiden Trauernden nun an, auf seine Kosten den Sarg der ersten Frau zu exhumieren und die Toten mit den richtigen Identitäten wieder zu begraben. «Wir wollen unseren Fehler korrigieren und diesen Leuten die Würde und den Respekt entgegenbringen, die sie verdienen», sagte ein Sprecher des Unternehmens. Evan Davidson hat sich inzwischen einen Anwalt genommen.

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