Killwangen AG: Mann sprach Jungen an – Mutter warnt auf Facebook
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Killwangen AGMann sprach Jungen an – Mutter warnt auf Facebook

Weil ihr Kind von einem Unbekannten angesprochen wurde, postete eine Mutter aus Killwangen AG eine Warnung auf Facebook. Sie rief alle Eltern zur Wachsamkeit auf.

von
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Beim Schulhaus Killwangen soll der Junge von dem Unbekannten angesprochen worden sein. Bild: (Schule Killwangen)

Beim Schulhaus Killwangen soll der Junge von dem Unbekannten angesprochen worden sein. Bild: (Schule Killwangen)

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Auf Facebook postete die betroffene Mutter folgenden Eintrag: «Ein grosser Mann, mit braunen Locken, schwarzer Sonnenbrille, schwarzem langem Mantel, blauer Hose und eleganten Schuhen hat heute Mittag versucht, meinen Jungen nach der Schule in ein Auto zu locken.» Und: «Informiert eure Kinder. Klärt sie auf und warnt sie.»

Zum Vorfall soll es Ende Januar beim Schulhaus Killwangen gekommen sein, wie das «Badener Tagblatt» berichtet. Gemäss dem Schulleiter war es kein harmloser Vorfall: «Der Knabe hat richtig reagiert und ist weggerannt», sagt Urs Bolliger zu der Zeitung. Deshalb werde man nun Personen rund um die Schulanlage speziell im Auge behalten.

Meldung ging bei der Polizei ein

Bei der Aargauer Kantonspolizei bestätigt Sprecher Roland Pfister: «Bei uns ist eine entsprechende Meldung eingegangen.» Deshalb wurden die Patrouillen in Killwangen verstärkt. Gemäss Pfister sei es wichtig, dass Betroffene sich sofort bei der Polizei melden. «Nur so besteht Aussicht auf einen Fahndungserfolg.»

Jede Verspätung führe dazu, dass die Chancen sinken. Erfahrungsgemäss verlasse die Person den Ort sehr schnell. Zudem sei es wichtig, dass die Polizei möglichst «unfiltriert» mit dem Kind sprechen kann. «Je mehr Personen mit dem Kind sprechen, desto ungenauer wird das Signalement», erklärt Pfister dem «Badener Tagblatt».

«Prävention ist wirksamstes Mittel»

Gemäss Pfister ist die Prävention das wirksamste Mittel, um die Kinder zu schützen: «Es ist besonders wichtig, dass die Eltern ihre Kinder über die Gefahr aufklären», so Pfister. «Die Kinder sollen nicht Angst haben, wenn sie angesprochen werden, sondern weggehen oder sogar wegrennen.»

Bei der Kantonspolizei Aargau würden jährlich 60 bis 80 solche Meldungen eingehen. Der Polizei sei sich aber auch bewusst, dass immer wieder Meldungen eingehen, die auf einem Irrtum beruhen. Und: Im Fall von Killwangen hat sich bisher nichts ergeben.

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