17.01.2015 11:39

Taiwan

Mann stirbt nach dreitägiger Game-Session

In Taiwan ist ein 32-Jähriger in einem Internetcafé verstorben, nachdem er fast drei Tage am PC spielte. Ärzte glauben, dass sein exzessives Spiel zum Herzstillstand führte.

von
cho
In Taiwan verstarb ein Mann nach einem dreitägigen Game-Marathon.

In Taiwan verstarb ein Mann nach einem dreitägigen Game-Marathon.

In einem taiwanesischen Internet-Café ist ein Mann gestorben, der drei Tage lang fast ununterbrochen am Computer gespielt hatte. Der 32-Jährige brach in der Stadt Kaohsiung vor dem Rechner zusammen, wie die Zeitung «Taipei Times» am Samstag berichtete.

Als er reglos auf seinem Stuhl sass, dachten andere Stammgäste zunächst, dass er eingeschlafen sei. Ein Angestellter des Internet-Cafés bemerkte dann aber, dass der Mann nicht mehr atmete. Er wurde ins Spital gebracht, wo die Ärzte aber nur noch seinen Tod feststellen konnten.

Exzessives spielen soll schuld sein

Dem Zeitungsbericht zufolge starb der 32-Jährige an plötzlichem Herzversagen, das nach Meinung der Ärzte von dem exzessiven Computerspielen ausgelöst wurde. Der Mann sei häufig in dem Internet-Café gewesen und habe immer tagelang gespielt, sagte der Angestellte der Zeitung.

Wenn er müde gewesen sei, habe er mit dem Kopf auf dem Computertisch geschlafen oder sei in seinem Stuhl zusammengesunken. Darum sei sein Tod auch nicht sofort bemerkt worden.

Kein Einzelfall

Es ist in Taiwan in diesem Jahr schon der zweite Fall, in dem tagelanges Computerspielen zum Tod führte. Am 1. Januar war in einem Internet-Café in Neu-Taipeh ein 38-Jähriger tot zusammengebrochen, der fünf Tage am Stück gespielt hatte.

Nach Polizeiangaben reagierten andere Computerspieler in beiden Fällen völlig gleichgültig. Sie spielten teilweise sogar weiter, als die Spurensicherung für die Beweisaufnahme Tische absperrte. (cho/sda)

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