Nordirland: Mann tötet Partnerin und Mutter – Sie flehte um Hilfe «Ich sterbe!»
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NordirlandMann tötet Partnerin und Mutter – Sie flehte um Hilfe «Ich sterbe!»

In Nordirland wurden ein Mann, seine Mutter und seine Freundin tot aufgefunden. Laut Polizei soll der Mann erst die beiden Frauen und dann sich selbst getötet haben. Ermittlungen laufen.

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In Newtownabbey bei Nordirland wurden drei Personen tot aufgefunden. 

In Newtownabbey bei Nordirland wurden drei Personen tot aufgefunden.

Pa/PA Wire/dpa
Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine Mutter und seine Freundin mutmasslich getötet haben soll. 

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine Mutter und seine Freundin mutmasslich getötet haben soll.

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Mitten in der Sicherheitsdebatte in Grossbritannien hat der gewaltsame Tod von zwei Frauen in Nordirland neue Schlagzeilen gemacht. Die Polizei nahm dort am Samstag Ermittlungen wegen Mordes auf, nachdem Einsatzkräfte einen Mann tödlich verletzt und seine Mutter und seine Freundin tot aufgefunden hatten.

Die Leichen waren am späten Freitagabend an zwei verschiedenen Adressen der nordirischen Stadt Newtownabbey in der Nähe von Belfast aufgefunden worden. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Mann die Frauen erstochen und sich dann selbst tödlich verletzt haben. Die Einsatzkräfte trafen den mutmasslichen Täter bewusstlos an und versuchten, ihn wiederzubeleben – jedoch vergebens. Man gehe nicht davon aus, dass weitere Personen in den Fall involviert seien, hiess es von der Polizei.

Wie nordirische Medien berichten, handelt es sich beim mutmasslichen Täter um einen Suchtkranken. Nachbarn sagten zum «Belfast Telegraph», dass sie hörten, wie die Mutter kurz vor ihrem Tod um Hilfe schrie: «Ich sterbe, ich sterbe… es ist mein Sohn!»

Mord an Sara Everard entfachte Debatte

Der nordirische Abgeordnete von der Partei Sinn Fein, John Finucane, sagte: «Diese brutalen Morde zeigen uns einmal mehr, dass wir Gewalt gegen Frauen verurteilen müssen und hier im Norden eine Strategie brauchen, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen.»

In Grossbritannien ist nach dem Mord an der 33 Jahre alten Sarah Everard, die im Süden von London mutmasslich von einem Polizisten entführt und danach getötet wurde, eine Debatte über die Sicherheit von Frauen entbrannt. Tausende protestierten gegen Gewalt und sexuelle Belästigung und teilten in sozialen Netzwerken ihre Erfahrungen. Bei einer Spendenaktion sind ausserdem mehr als 500’000 Pfund (umgerechnet rund mehr als 645’000 Franken) eingesammelt worden, die Frauenrechtsorganisationen zugute kommen sollen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Online- und Einzelchatberatung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(DPA/lub)

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