Mordprozess in Bern : Mann tötete neuen Partner der Ex und verbrannte die Leiche im Wald 

Publiziert

Mordprozess in Bern Mann tötete neuen Partner der Ex und verbrannte die Leiche im Wald 

Vor dem Berner Regionalgericht muss sich ein 56-jähriger Brasilianer verantworten, der seinen Nebenbuhler tötete. Die Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Freiheitsstrafe. 

1 / 4
Im Februar 2020 hat die Polizei in einem Waldstück bei Meikirch BE einen toten Mann gefunden. 

Im Februar 2020 hat die Polizei in einem Waldstück bei Meikirch BE einen toten Mann gefunden. 

News-Scout
Wenig später nahm sie den mutmasslichen Täter, einen heute 56-jährigen Brasilianer, fest. Er zeigte sich geständig.

Wenig später nahm sie den mutmasslichen Täter, einen heute 56-jährigen Brasilianer, fest. Er zeigte sich geständig.

Digitalbe
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten Mord vor und fordert 18 Jahre Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten Mord vor und fordert 18 Jahre Gefängnis.

Google Maps

Darum gehts 

In einem Waldstück in Meikirch BE wurde im Februar 2020 ein toter Mann aufgefunden, der zuvor als vermisst gemeldet worden war. Das Opfer: ein 46-jähriger Immobilienverwalter. Der mutmassliche Täter: der Ex-Mann der Freundin des Getöteten, ein 56-jähriger Brasilianer. Er wurde wenig später von der Polizei festgenommen und zeigte sich geständig

Diese Woche wird der Fall nun am Regionalgericht in Bern verhandelt, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten Mord vor und fordert 18 Jahre Gefängnis. Laut Anklageschrift hatte der gekränkte Ex-Partner in seiner Wohnung mit einem Küchenmesser mehrmals auf seinen Nebenbuhler eingestochen, dessen Leiche in eine Grillhülle verpackt und sie anschliessend im Wald verbrannt. Er habe es auf den Tod des Opfers angelegt, so der Staatsanwalt.

Landesverweis gefordert

Der Verteidiger plädierte dagegen auf eine eventualvorsätzliche Tötung und sprach von einem Notwehrexzess und einer Kurzschlusshandlung: «Die Tötung war nicht geplant, sie geschah spontan – als tragische Folge einer eskalierenden Auseinandersetzung.» Der neue Partner der Ex-Frau habe ihn provoziert, worauf es zu einem Handgemenge gekommen sei. Hinweise, dass die Tat geplant gewesen sei, gebe es keine. Er erachtet eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten für angemessen. 

Darüber hinaus dürfte der Beschuldigte mit einem Landeverweis belegt werden. Die Staatsanwaltschaft fordert die maximale Dauer von zwölf Jahren, die Verteidigung hält acht Jahre für ausreichend. Das Urteil wird am Freitag eröffnet. 

Aktivier jetzt den Bern-Push!

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

(sul)

Deine Meinung