Aktualisiert 28.06.2020 20:08

Mutter nach Tötungsdelikt in Eschenz

«Er hat die Trennung nicht verkraftet»

Am Sonntag wurden in einer Wohnung in Eschenz ein 38-jähriger Mann und zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

von
Thomas Sennhauser, Jeremias Büchel, Silvana Guanziroli, Monira Djurdjevic

Darum gehts

  • In einer Wohnung in Eschenz TG wurden drei tote Personen aufgefunden.
  • Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 38-jährigen Mann und zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren.
  • Die genauen Hintergründe sind noch unbekannt.

Kurz vor 13.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass in einer Wohnung an der Furtbachstrasse drei leblose Personen aufgefunden worden seien. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau und des Rettungsdienstes waren rasch vor Ort. Die Notärztin konnte nur noch den Tod feststellen. Wie es bei der Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage heisst, hatten Verwandte die drei leblosen Personen in der Wohnung entdeckt.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 38-jährigen Mann und zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren. Sie sind deutsche Staatsangehörige. Die Kantonspolizei Thurgau und die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die genauen Hintergründe sind derzeit noch unbekannt. Bisher habe man aber keine Hinweise auf Fremdeinwirkung einer vierten Person, sagt Sprecher Matthias Graf.

Für die weiteren Ermittlungen wurden der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau und das Institut für Rechtsmedizin beigezogen. Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat eine Strafuntersuchung eröffnet, heisst es in der Mitteilung weiter.

«Zutiefst betroffen»

20 Minuten konnte die Mutter der Kinder telefonisch erreichen. Am Freitag habe ihr Ex, der nur ein paar Kilometer weiter weg wohnt, die Kinder abgeholt. «Sie waren jedes zweite Wochenende bei ihm», sagt die 36-Jährige. Zu ihrem Ex meint sie: «Er war psychisch angeschlagen und hat die Trennung nicht verkraftet.»

Wie eine Anwohnerin berichtet, sei man im Quartier «zutiefst betroffen»: «Ich bin immer noch ganz durcheinander. Dass so etwas hier passiert, erwartet man nicht.» Sie habe den 38-Jährigen ab und zu mit den Kindern gesehen. «Die Kleinen waren oft am Wochenende bei ihm.» Er soll laut der Anwohnerin alleine in der Wohnung gelebt haben. Ein direkter Nachbar meint: «Die Mutter der Kinder habe ich nie gesehen. Er lebte getrennt von seiner Frau.»

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