Aktualisiert 14.01.2019 10:58

Auf Swiss-Flug?

Mann verliert wegen Spinnenbiss fast Finger

Ein Mann wurde angeblich auf einem Swiss-Flug von Genf nach New York von einer Spinne gebissen. Die Airline will davon aber nichts wissen.

von
kat
1 / 4
kein Anbieter
Nachdem er das Flugzeug verlassen hatte, bemerkte Vahé den Schmerz in seinem Finger. Am Tag darauf hatte sich die Infektion ausgebreitet.

Nachdem er das Flugzeug verlassen hatte, bemerkte Vahé den Schmerz in seinem Finger. Am Tag darauf hatte sich die Infektion ausgebreitet.

dr
Im Krankenhaus sagte man ihm, dass die Infektion durch einen Spinnenbiss verursacht wurde.

Im Krankenhaus sagte man ihm, dass die Infektion durch einen Spinnenbiss verursacht wurde.

dr

Drei nervenaufreibende Tage im Spital und Rechnungen in Höhe von 53'000 Dollar: Seine Reise in die USA im September wurde für Vahé* zum Alptraum. Wegen eines Spinnenbisses hätte beinahe sein Finger amputiert werden müssen. Dies konnte jedoch durch die Verabreichung eines sehr starken Antibiotikums verhindert werden.

Mittlerweile wird der Schock nur noch von Wut übertroffen: Vahé behauptet nämlich, dass die Spinne ihn auf dem Swiss-Flug von Genf nach New York gebissen habe.

Swiss weist Schuld von sich

Die Airline weigert sich jedoch, sich des Falls anzunehmen. Sie argumentiert, dass die Fluggäste bei einem solchen Vorfall die Flugbegleiter informieren müssten, damit ein Bericht erstellt werden könne. «Angesichts des Fehlens eines solchen Berichts und des Nachweises, dass eine Spinne tatsächlich an Bord war, waren die Voraussetzungen für eine Verfolgung des Falls nicht erfüllt», sagt Sprecherin Meike Fuhlrott zu «20 Minutes».

«Das ist absurd», sagt Vahé. «Als ich aus dem Flugzeug stieg, tat mein Finger weh, ich wusste zu dem Zeitpunkt aber noch nicht, warum, darum wollte es dem Personal nicht sagen, es wäre lächerlich gewesen. Erst im Spital erfuhr ich, dass es eine Spinne gewesen war.»

«Ich werde gegen sie vorgehen»

Fünf Tage später, am 25. September, schilderte er seinen Fall in einem Schreiben an die Swiss. «Ich wollte damit auch andere Passagiere warnen. Eine Antwort habe ich erst im November erhalten.»

Die Swiss versichert, dass keine Tiere dieser Art in dem Flugzeug gesichtet wurden und es «in letzter Zeit keine solchen Vorfälle gegeben habe».

Doch damit will sich Vahé nicht zufriedengeben. «Nicht einmal eine Entschuldigung oder dergleichen habe ich erhalten. Ich erwarte jetzt, dass sie meine Ausgaben entschädigen. Ich werde gegen sie vorgehen.»

*Vollständiger Name der Redaktion bekannt

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.