Über 1600 Kilometer - Boot-Bastler versuchte, von Florida nach New York übers Meer zu «laufen»
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Über 1600 KilometerBoot-Bastler versuchte, von Florida nach New York übers Meer zu «laufen»

Es war nicht das erste Mal, dass Reza Baluchi (49) mit einem selbstgebauten Gefährt in See stach. Sein wassertaugliches Hamsterrad ist er bis auf Weiteres los.

von
Patrick McEvily
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Mit diesem Gefährt versuchte ein 49-jähriger Mann entlang der gesamten US-Ostküste, von Florida bis nach New York, zu navigieren.

Mit diesem Gefährt versuchte ein 49-jähriger Mann entlang der gesamten US-Ostküste, von Florida bis nach New York, zu navigieren.

Flagler County Sheriff’s Office
Der sogannante «Hydro Pod» ist eine Eigenentwicklung von Reza Baluchi.

Der sogannante «Hydro Pod» ist eine Eigenentwicklung von Reza Baluchi.

Flagler County Sheriff’s Office
Der 49-Jährige ist ehemaliger Radrennfahrer und kam als Flüchtling aus dem Iran in die USA.

Der 49-Jährige ist ehemaliger Radrennfahrer und kam als Flüchtling aus dem Iran in die USA.

Screenshot Facebook

Darum gehts

  • Im US-Bundesstaat Florida musste ein Mann den Versuch, über 1600 Kilometer in einem selbstgebauten Gefährt zurückzulegen, abbrechen.

  • Der 49-jährige Reza Baluchi wollte mit seinem «Hamsterrad» bis nach New York «laufen».

  • Weil ihm ein funktionierendes GPS-Gerät fehlte, musste er den Versuch aber frühzeitig abbrechen.

Mehrere amerikanische Medien berichten über den abgebrochenen Versuch eines Mannes, über 1600 Kilometer in einem selbstgebauten und allein durch die eigene Körperkraft angetriebenen Boot zurückzulegen. Der Mann kam am Samstag an einem Strand entlang der Atlantikküste des US-Bundesstaates Florida, nahe der Stadt St. Augustine, an Land. Neben ihm erblickten die besorgten Strandgäste ein Gefährt, das einem überlebensgrossen Hamsterrad ähnelte.

Der 49-jährige Reza Baluchi hatte für seine Überfahrt rund drei Wochen eingeplant, musste aber bereits nach einem Tag und 40 zurückgelegten Kilometern aufgeben, wie die «New York Times» berichtet. Baluchi hatte bemerkt, dass sein GPS-Gerät fehlte. Auch die Kabel für das Ersatzgerät konnte er nicht finden. Der Abenteurer behauptet, diese seien ihm gestohlen worden.

Weiterfahrt nicht möglich

Die selbstgemachte Konstruktion, die die US-Medien als «Hydro Pod» bezeichnen, besteht aus einem etwa zwei Meter hohen, röhrenförmigen Käfig aus Aluminium, an dessen Enden zwei Räder angehängt sind, die mit Rettungsbojen gefüllt sind. An Bord soll Baluchi ein Satellitentelefon sowie ein Wasser-Filtrierungssystem gehabt haben. Zum Essen hatte er Fertignudeln und Zerealienstängel eingepackt.

Für den Bau seines Pods hatte Baluchi gemäss eigenen Angaben mehrere Tausend Dollar ausgegeben. Es war nicht das erste Mal, dass er mit einer waghalsigen Aktion von sich reden machte. Bereits in den Jahren 2014 und 2016 scheiterte er bei ähnlichen Versuchen. Baluchi war früher Veloprofi und vom Iran in die USA emigriert, wo er Asyl erhalten hatte.

Vorerst darf Baluchi seine Fahrt nicht fortführen. Die amerikanische Küstenwache verlangt bei solch kleinen Gefährten nämlich eine ständige Sicherheitseskorte. Eine solche könne er sich aber nicht leisten, erklärte Baluchi gegenüber der «New York Times». Er beteuerte ausserdem, sämtliche notwendigen Bewilligungen für sein Gefährt vor der Abfahrt eingeholt zu haben. Mit der Aktion wollte er Geld für Obdachlose sammeln.

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