Aktualisiert 16.04.2018 09:11

KriminalgerichtMann wegen Sex mit Mädchen (14) verurteilt

Das Kriminalgericht hat einen jungen Mann zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt, weil er als 20-Jähriger Liebesbeziehungen zu einer 14- und einer 15-Jährigen hatte.

Das Kriminalgericht in Luzern hat einen 20-Jährigen schuldig gesprochen, der mit Minderjährigen Beziehungen hatte.

Das Kriminalgericht in Luzern hat einen 20-Jährigen schuldig gesprochen, der mit Minderjährigen Beziehungen hatte.

Archivbild 20 Minuten

Der Beschuldigte hatte 2015 als 20-Jähriger mit einer 14-Jährigen eine längere Liebesbeziehung mit einvernehmlichen sexuellen Kontakten begonnen. Den Behörden bekannt wurde dies, als die Polizei den Beschuldigten wegen anderer Delikte nachts in seiner Wohnung aufsuchte und dort das Mädchen antraf.

Obwohl der junge Mann daraufhin vorübergehend festgenommen und ein Verfahren eingeleitet wurde, führte er die Beziehung weiter. Diese wurde nur unterbrochen, als er im Gefängnis war und als er eine kurze Beziehung zu einer 15-Jährigen pflegte.

Der Beschuldigte stammt aus schwierigen Verhältnissen. Er leidet unter vorgeburtlichen Schädigungen, die durch den Alkoholkonsum seiner Mutter verursacht worden sind. Er wuchs bei einer Pflegefamilie auf, machte keinen Schulabschluss, wurde mehrmals in psychiatrischen Kliniken hospitalisiert und lebte zeitweise in einer geführten Wohngemeinschaft.

Sexuelle Entwicklung der beiden Mädchen gefährdet

Das Kriminalgericht schreibt in seinem Urteil, der Beschuldigte habe sich nach einer Person gesehnt, die zu ihm halte. Die Beziehung zu der 14-Jährigen sei zwar eine verbotene, indes aufgrund der Persönlichkeitsentwicklungen der beiden auf Augenhöhe gelebte Jugendliebe.

Das Gericht wirft dem jungen Mann aber auch vor, die sexuelle Entwicklung der Mädchen gefährdet zu haben. Zudem sei er mehrfach vorbestraft und gegenüber Gesetz und Behörden renitent. Er habe von der Strafbarkeit seines Verhaltens gewusst. Das Gericht anerkannte bei ihm indes eine im mittleren Grade verminderte Schuldfähigkeit.

Das gestern publizierte begründete Urteil ist nicht rechtskräftig, Berufung wurde angemeldet. Die Staatsanwaltschaft hatte eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten gefordert, die Verteidigung eine bedingte Geldstrafe von höchstens 100 Tagessätzen. (sda)

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