Nürnberg (D) - Mann wollte seine Ehefrau mit einer vergifteten Zimtschnecke töten
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Nürnberg (D)Mann wollte seine Ehefrau mit einer vergifteten Zimtschnecke töten

Um mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen zu können wollte ein 39 Jahre alter Mann seine getrennt lebende Ehefrau «ausser Gefecht setzen». Sie wie auch ihre Mutter starben beinahe. Nun wurde der 39-Jährige verurteilt.

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Ein IT-Techniker wollte seine Ehefrau mit einer vergiftete Zimtschnecke umbringen.

Ein IT-Techniker wollte seine Ehefrau mit einer vergiftete Zimtschnecke umbringen.

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 Das Oberlandesgericht Nürnberg verurteilte den Mann wegen versuchten Mordes an seiner Exfrau zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Das Oberlandesgericht Nürnberg verurteilte den Mann wegen versuchten Mordes an seiner Exfrau zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis.

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Darum gehts

  • Ein Gericht in Bayern hat einen 39-Jährigen wegen versuchten Mordes verurteilt.

  • Er hatte seiner Frau eine mit einem starken Schlafmittel präparierte Zimtschnecke gegeben. Auch seine Schwiegermutter kam deswegen fast ums Leben.

  • Mit der Tat wollte er laut eigenen Angaben erreichen, mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen zu können.

Wegen versuchten Mordes mit einer vergifteten Zimtschnecke an seiner von ihm getrennten Ehefrau ist ein 39 Jahre alter Mann zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sah in dem Fall einen klaren Mordversuch, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Demnach rettete die Frau nur, dass sie das Gebäck nur zur Hälfte ass. Hätte sie die Zimtschnecke ganz gegessen, wäre sie wohl gestorben. Der Mann hatte das Gebäck laut BR24 mit einem starken Schlafmittel versetzt. Die Frau erlitt Lähmungserscheinungen und konnte nicht mehr sprechen. Im Spital wurde zunächst ein Schlaganfall vermutet.

Neben versuchten Mordes verurteilte das Gericht den IT-Techniker auch wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Er muss ausserdem in eine Entziehungsanstalt. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte die Tötungsabsicht bestritten und nur eine Verurteilung wegen Körperverletzung gefordert. Der Mann hatte vor Gericht unter Tränen angegeben, er habe seine Frau keinesfalls töten, sondern nur «ausser Gefecht setzen» wollen.

Auch Schwiegermutter vergiftet

Der Mann gab seiner von ihm getrennten Frau die Zimtschnecke, als er den gemeinsamen Sohn abholen wollte. Angeblich wollte er sich durch die Vergiftung mehr gemeinsame Zeit mit dem Kind verschaffen. Das Gericht sah die Mordabsicht auch deshalb, weil der Mann seine Frau anschliessend allein liess.

Die Frau war schwer erkrankt. Auch die Schwiegermutter erlitt eine Vergiftung und befand sich zwischenzeitlich in Lebensgefahr, weil sie zwei Tage später die andere Hälfte der Zimtschnecke aufgegessen hatte.

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(AFP/trx)

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